Auto & Umwelt

Audi: "e"

Auch die Premium-Automarke im Volkswagenkonzern, Audi, setzt ein eigenständiges Öko-Label für besonders sparsame Fahrzeuge um: Dabei greifen die Autobauer auf ein Label zurück, das es bereits in den 1980er Jahren gegeben hat. Schon seinerzeit fuhren Audis mit dem Zusatz "e", die geringere Verbrauchswerte aufzuweisen hatten, als die normalen Varianten. Interessant ist, dass schon seinerzeit Kniffe eingesetzt worden sind, die auch heute wieder aufleben.



Alles für alle

Quer durch die Baureihen legt Audi "e"-Versionen seiner Serienmodelle auf, mit unterschiedlich weit reichendem Aufwand. Eines haben alle gemeinsam: eine Schaltanzeige, wie auch die "Bluemotion"-Fahrzeuge von Volkswagen. Diese zeigt dem Fahrer an, wann er besser in den nächsten Gang schalten sollte. Gemeinsam ist ihnen auch, dass es sich um Motoren mit Direkteinspritzung handelt, sowohl bei den Benzinern als auch bei den Diesel-Fahrzeugen.



A3 als Sparschweinchen

Im A3 ist der Ausgangspunkt bezüglich des Spritverbrauchs ohnehin recht komfortabel gewesen. Doch mit dem A3 1.9 TDI e geht das Sparen noch leichter von der Hand. Dafür sorgen ein leicht geringeres Gewicht, verbunden mit einer optimierten Motorsteuerung und geänderter Getriebeübersetzung dafür, dass der Verbrauch auf 4,5 Liter je 100 Kilometer fällt.

Der CO2-Ausstoß rangiert damit unter 120 Gramm je Kilometer. Der A3 erweist sich damit als regelrechtes Sparschwein, denn selbst der hoch gelobte Toyota Prius kommt mit 104 Gramm CO2 pro Kilometer auf einen Wert, der nicht ganz so weit entfernt ist.



A4: Tuning für Audis Kernmodell

Für Audi ist der A4 das Kernmodell, mit dem der Erfolg des Autobauers steht und fällt. Die Limousine fährt in einer ganz anderen Liga als der A3, auch was den Verbrauch anbelangt. So komme die "e"-Variante immer noch auf 7,1 Liter im Durchschnitt, hat allerdings einen Motor, der weit höhere Leistungen schafft. Mit einem 2.0-Liter-TFSI-Benziner ist der A4 ausgestattet. Auch hier setzt Audi vor allem beim Getriebe an, das einen sehr lang übersetzten sechsten Gang aufweist und das Fahrzeug vor allem bei langen Autobahnfahrten quasi "segeln" lässt. Zur Optimierung wurde das Gewicht verringert, etwa durch die Frontklappe aus Aluminium, Leichtlaufreifen und eine verbesserte Aerodynamik runden das Bild ab. Der A4 liegt als "e"-Version in allen Varianten vor.

Ein bisschen weiter in die Zukunft geschaut wird Audi im A4 allerdings noch schärfer gegen den Durst vorgehen. Eine Studie zeigt einen A4 mit einem 2.0 Liter TDI-Motor, der 4,9 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen soll. Das läge nicht mehr weit vom Sparschweinchen A3 entfernt.



Luxus und Sparen?

Auch in den Luxus-Regionen will Audi den Gürtel enger schnallen. So kommt es, dass der A8 2,8 FSI e ebenfalls eine Sparversion ist. Das wirkt auf den ersten Blick etwas seltsam, denn das Flaggschiff des Konzerns verbraucht immer noch 8,3 Liter auf 100 Kilometer und pustet 199 Gramm CO2 in die Luft. Doch sollte man das Luxusklasse-Fahrzeug nicht mit den optimierten Kleinwagen messen.

Auch beim A8 setzt Audi auf relativ einfache Maßnahmen: Die Karosserie weist einen verbesserten Luftwiderstand auf, im Motor wirkt neben der Direkteinspritzung auch ein technisches System, das Audi "valvelift system" getauft hat.

Dabei wird der Ventilhub in zwei Stufen gesteuert, was in Kombination mit anderen Maßnahmen, die auf eine geringere Reibung zwischen den Bauteilen hinwirken, den Kraftstoffverbrauch um zehn Prozent verringert. Vom recht stattlichen Ausgangspunkt aus betrachtet ist das eine ganze Menge.


 
 

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