Auto & Umwelt

Mercedes: Bluetec

Die Schlagzeilen der einschlägigen Presse, sei es offline oder online, waren eindeutig: Mit dem Bluetec genannten Konzept werde sich die deutsche Autoindustrie dem fernöstlichen Schreckgespenst namens Hybrid erfolgreich erwehren können. Bluetec steht in gewisser Hinsicht für Homöopathie – zumindest, was die Dosierung des Kraftstoffes anbelangt, der in den Verbrennungsmotor eingespritzt wird.

Eine ganze Reihe von Fahrzeugherstellern hat ihre Diesel-Aktivitäten unter dem Banner "Bluetec" vereint, um der Technologie die nötige positive Außenwirkung zu verabreichen. Zahlreiche Systeme, die der Abgasnachbehandlung dienen, werden unter dem Begriff Bluetec vereint – Mercedes ziert mit dem Namen aber auch seine Autos.



Gewichtsvorteil

Auch oder gerade Premium-Fahrzeughersteller stehen in der Pflicht. Denn die großen, komfortablen Limousinen sind es, die viel verbrauchen und einen enormen Schadstoffausstoß haben.

Daher kommt die Bluetec-Technologie, auf die unter anderem der Mercedes-Konzern setzt, gerade recht, denn im Gegensatz zum Hybrid-Motor, der durch den Einbau zusätzlicher Elektromotoren an Gewicht zulegt, bleibt dieser Nachteil beim optimierten Diesel-Motor aus. Bluetec-Diesel haben gegenüber der fernöstlichen Konkurrenz, die zum Teil schon als Inbegriff des umweltschonenden Autofahrens gesehen wird, einen erheblichen Gewichtsvorteil. Dennoch will Mercedes langfristig zumindest die Hybrid-Technologie nicht außen vor lassen. Im Smart ist sie ja bereits in der Micro-Version realisiert, bei den Fahrzeugen der Kernmarke wird selbiges folgen.



Mercedes gibt Gas

Ende des Jahres 2007 war es bereits soweit: Mit dem Mercedes-Benz E 300 stand das erste der Bluetec-Fahrzeuge zur Verfügung, deutlich vor dem ursprünglich angepeilten Zeitpunkt. Erst 2009 sollten die Fahrzeuge in Europa und ein Jahr früher in Deutschland verfügbar sein.

Gemeinsam mit dem „smart fortwo micro hybrid drive“, der eine gewisse Form des Hybrid-Motors beinhaltet, beginnt der Autobauer eine Offensive, der ihn zukunftsfähig machen soll. Denn dem werden weitere Formen der optimierten, spritsparenden und emissionsvermeidenden Fahrzeuge folgen. Klar ist, dass es auch Fahrzeuge geben soll, die vom Hybrid-Motor (z.B. in Kombination mit einem Diesel-Motor) und Crossover-Motoren geben wird: Sparsam wie ein Dieselantrieb, sauber wie ein Benziner, lautet das ehrgeizige Ziel der Autobauer aus Stuttgart. Zurzeit liegt mit dem Direct Hybrid genannten Projekt ein Konzeptfahrzeug vor.



Bluetec als Emissions-Blocker

Das erste Fahrzeug, der Mercedes E 300 Bluetec, hat hinsichtlich der Daten die Autoexperten nicht in allen Punkten überzeugen können. Zwar senkt das Fahrzeug die Emissionen sehr wirkungsvoll, dagegen hat sich der Verbrauch nur wenig verringert gegenüber dem CDI.

Bluetec steht für die Verringerung von Emissionen, vor allem der Stickoxide. Mit einem Maßnahmen-Paket geht Mercedes gegen die Störenfriede vor, dieses reicht von der Optimierung des Motors bis hin zur Abgasrückführung mit erhöhter Rate bei der Rückführung.

Einen Bluetec-Pkw hat es jenseits des Atlantiks bereits im Jahr 2006 gegeben, wo der E 320 Bluetec auf dem Markt eingeführt wurde. Mercedes sieht sich mit seinem Bluetec-Konzept weit vorn. Dabei sind zwei Varianten entwickelt worden: Die erste hat nach der Selbsteinschätzung des Konzerns vorbildliche Abgaswerte, der zweite verwendet einen Zusatzstoff namens AdBlue, mit dem 80 Prozent der Stickoxide in Stickstoff und Wasser verwandelt werden.


 
 

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16.01.2006 - DaimlerChrysler zeigt Bluetec-Technologie

09.01.2006 - Mercedes E-Klasse mit Bluetec-Diesel


 
 

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