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Ferrari
Was tun, wenn ein Dream-Team auseinander geht? Diese Frage hat sich den Offiziellen des ebenso traditionsreichen wie erfolgreichen Formel 1-Teams von Ferrari während der vergangenen Saison gestellt.
Denn schon nach dem Großen Preis von Italien in Monza, der „Hausstrecke“ von Ferrari, war klar, dass Michael Schumacher nicht mehr weiterfahren wird. Der Rücktritt Schumachers, mit dem sich das grandiose Comeback von Ferrari in Form einer absoluten Dominanz über mehrere Jahre hinweg eng verbindet, hat eine Lücke hinterlassen, die nur schwer zu füllen ist. Auch wenn Schumacher als „Superassistent des Geschäftsführers“ weiterhin Kontakt zum Team hält, bleibt eine Lücke.
Dazu kam noch, dass auch Ross Brawn, der Technik-Chef des Teams, Kurs aufs Privatleben genommen hat und Jean Todt einen neuen Posten innerhalb des Ferrari-Konzerns erhält, der ihn zwar weiter mit dem Formel 1-Team verbindet, doch letztlich ein Stück aus dem Schwerkraftzentrum entfernt.
Der Neubau eines Teams war oberste Notwendigkeit und wie in allen Bereichen zählen vor allem die Köpfe. Ferrari, so ist der Eindruck, ist hierbei durchaus mit Erfolg vorgegangen.
Die Geschichte
Was wäre die Formel 1 ohne Legenden wie Ferrari. Rein von der Statistik betrachtet ist der Rennstall der mit Abstand erfolgreichste der Formel 1-Historie: 14 Titel in der Konstrukteurs-WM, ein deutlicher Vorsprung vor der Nummer zwei mit neun Punkten, sagt bereits viel, doch nicht alles. Denn auch der Primus hat Leidensphasen durchlaufen, die sich aus den reinen Zahlen nicht ablesen lassen.
Bei Formel 1-Rennen ist Ferrari seit dem Beginn im Jahre 1950 ununterbrochen dabei – nicht jedoch bei jedem Rennen. In der Mitte der Saison 1973 pausierte das Team – wegen krasser Erfolglosigkeit. Für das Team, das in der ersten Hälfte der 1960er Jahre bereits einige Konstrukteurs-Titel erringen konnte, war das ein heftiger Rückschlag, zumal auch in den 50er Jahren die Fahrer-Wertung von Ferrari glänzend bestritten worden war.
Doch die zweite Hälfte der 1970er Jahre brachten wieder Erfolge, sowohl hinsichtlich der Konstrukteurs- wie auch Fahrer-Wertung. Die eigentliche Durststrecke begann 1983, denn danach dauerte es 16 lange Jahre, bis das traditionsreiche Team wieder den Konstrukteurs-Titel einheimsen konnte. Im gleichen Jahr wurde auch der Fahrer, Michael Schumacher, erster im Rennspektakel und beendete auch auf diesem Gebiet die Durststrecke von 20 Jahren.
Die Bedeutung der Verpflichtung Michael Schumachers wird deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass er 72 von 195 Grand Prix-Siegen für Ferrari errungen hat.
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