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Honda
Auch wenn das Team Honda in der Statistik der Konstrukteurs-Weltmeister nicht auftaucht, gehören die Japaner zu den wirklich wichtigen Faktoren des Formel 1-Spektakels. Honda ist auch mehrfach selbst mit einem Rennteam engagiert gewesen, hat aber vor allem als Lieferant für Motoren große Erfolge erzielen können. So darf man sich nicht davon täuschen lassen, dass in den Büchern nur ein vierter Platz bei der Konstrukteurs-WM als beste Platzierung steht und bei der Fahrer-WM nur ein sechster Platz.
Denn schon der letzte Faktor ist durchaus interessant, denn den Platz sechs hat das vergangene Jahr gebracht. Überhaupt ist die Saison 2006 gut verlaufen, denn hier hat Honda den ersten Grand Prix-Sieg seit den 1960er Jahren erreichen können. Trotz erheblicher Schwierigkeiten in der ersten Hälfte der Saison ist Honda letztlich erfolgreich gewesen und hat es geschafft, den beiden dominierenden Teams von Renault und Ferrari Paroli zu bieten. Darauf gründet der Ruf des Teams als Geheimfavorit für 2007.
Die Wiederbelebung des direkten Engagements im Formel 1-Bereich ist ein großes Risiko gewesen, doch es scheint sich bereits ausgezahlt zu haben. Das gilt auch in anderer Hinsicht: Honda kämpft mit seinem RA107 auch für die eigene Außenwirkung, interessanterweise ausgerechnet für ein umweltbewusstes Leben, was sich zunächst schlecht mit dem Motorsport unter einen Hut bringen lässt. Das gilt auch für die ungewöhnliche Herangehensweise an die Werbung, mit denen Formel 1-Fahrzeuge gewöhnlich sehr intensiv geschmückt sind: Das Auto hat faktisch keine kommerzielle Werbung, sondern ein Abbild der Erde.
Das strategische Ziel liegt darin, ein gleichwertiges öffentliches Ansehen zu erlangen, wie es Toyota mit der Hybrid-Motoren-Kampagne gelungen ist.
Die Geschichte
Bereits in den 1960er Jahren engagierte sich Honda in der Formel 1, 1964 gab der eigene Rennstall sein Debüt auf dem Nürburgring. Es dauerte noch ein weiteres Jahr, ehe der erste Rennsieg eingefahren werden konnte. 1967 war ein relativ erfolgreiches Jahr, hier errang Honda den vierten Platz als Konstrukteur und einen Sieg in Monza.
Dem schloss sich ein mäßiges Jahr 1968 an, das allerdings aus einem anderen Grund zur Einstellung aller Aktivitäten in der Formel 1 führte: Der Fahrer Jo Schlesser starb in einem RA302, einer Neuentwicklung, die ohne gründliche Tests im Juli des Jahres erstmals eingesetzt wurde. Am Ende der Saison beendete Honda sein Formel 1-Engagement.
Das Comeback kam 1983, als Motoren-Lieferant. Mit Williams, Lotus, Tyrell und McLaren hat Honda eine ganze Reihe Teams bedient, vor allem McLaren war außerordentlich erfolgreich: Zwischen 1988 und 1991 errang das Team die Fahrer- und Konstrukteurs-WM und erstritt 44 Grand-Prix-Siege.
Eine neuerliche Pause ab 1992 endete 2000: Geplant war ein eigenes Team, stattdessen lieferte Honda Motoren für das BAR-Teams (2001/02 auch des Jordan-Teams). 2005 folgte die Teilübernahme von BAR, dazu eine katastrophal erfolglose Saison, 2006 schließlich wurde BAR völlig übernommen und in Honda Racing F1 umbenannt.
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