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McLaren-Mercedes
Bescheidenheit ist in der aktuellen Formel-1-Saison ein Fremdwort für das McLaren-Mercedes-Team. Die Zielvorgabe ist klar: Weltmeister. Zum ersten Mal seit 1998 soll wieder das Siegertreppchen erklommen werden. Seinerzeit hatte Mika Häkkinen vor Michael Schumacher den Titel erringen können.
Schaut man auf die Statistik, ist verständlich, warum McLaren auf den Titel mit großem Ehrgeiz blickt, denn vor Häkkinens Triumph waren es Ayrton Senna und Alain Prost, die dem Team Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre eine Serie von Siegen verschafften – damals noch im Verein mit Honda als Motorenlieferant. Die Zeiten, da McLaren eine Art Abo auf den Titel zu haben schien, liegen also schon ein gutes Stück in der Vergangenheit zurück.
Bei McLaren-Mercedes hat man Vorsorge getroffen, um das Ziel auch Wirklichkeit werden zu lassen, denn neben einem sehr guten Fahrzeug entscheidet letztlich das Personal, allen voran die Fahrer. Und da ist McLaren-Mercedes gut bestückt, denn der Weltmeister der vergangenen beiden Jahre sitzt im Cockpit des Teams.
Die Geschichte
Das Debüt feierte McLaren als Formel 1-Team im Jahre 1966, jedoch musste das Team bis 1973 warten, ehe der erste Grand-Prix-Sieg eingefahren werden konnte. Ein Jahr später klappte es auch mit dem Weltmeistertitel (Emerson Fittpaldi), den James Hunt 1976 erneut erringen konnte.
Die Hochzeit des Teams ist allerdings in den 1980er Jahren gewesen, nachdem der Einstieg von Ron Dennis und die Fusion mit seinem Project 4 die Grundlage für einen Siegeszug legte. Mit Porsche im Boot konnte 1982 bis 1986 die Fahrer-WM gewonnen werde, Niki Lauda und Alain Prost steuerten die Boliden.
Mit den überlegenen Honda-Motoren gelang 1988 bis 1991 wieder eine Siegesserie, nicht nur die Fahrer (Aryton Senna und Alain Prost) siegten, auch die Konstrukteurs-WM wurde errungen. Doch das Abo auf Sieg lief 1992 aus, nicht zuletzt weil es nach dem Ausstieg von Honda aus dem Formel 1-Geschäft an einem konkurrenzfähigen Motor fehlte.
1995 ist Mercedes eingestiegen, eine spezielle Farbgestaltung der Fahrzeuge belebte den Mythos der legendären Silberpfeile wieder.
1998 und 1999 gewann Mika Häkkinen für McLaren-Mercedes die WM, 1998 errang das Team zudem den Titel der Konstrukteure. Die nachfolgende Durststrecke wäre fast 2003 schon beendet worden, doch für Kimi Raikkönen reichte es nur zur Vizeweltmeisterschaft. Mit Alsonso und Hamilton scheint das Team gut gerüstet, um sich wieder an die Spitze zu kämpfen. Ohnehin steht McLaren bei den Titeln der Konstrukteure nur einen Punkt hinter Williams auf dem dritten Platz.
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