|
...............................
|
|
|
|
STR Ferrari
Es sind nicht große Erfolge im Rennsport, die das Team STR Ferrari zu etwas Besonderem machen. Auch die relative Jugend ist im aktuellen Feld keineswegs einmalig: 2007 bildet erst die zweite Saison, doch andere Teams sind kaum älter. Wie diese weist STR Ferrari allerdings Wurzeln auf, die weiter in die Vergangenheit reichen und eine gewisse Tradition mit ins Boot gebracht haben. Auch das ist nichts Besonderes, nimmt man etwa das Team BWM, so finden sich Parallelen – BMW ist allerdings ungleich erfolgreicher.
Daran wird sich voraussichtlich auch nicht viel ändern, denn STR Ferrari ist so etwas wie ein Trainings-Team eines anderen Rennstalls. Die Abkürzung STR steht für "Scuderia Toro Rosso", was so viel heißt wie: Team Red Bull. STR ist vor allem für den Einsatz von Nachwuchsfahrern vorgesehen.
STR gehört zur Hälfte Red Bull und dem ehemaligen Formel 1-Fahrer Gerhard Berger bzw. dessen Unternehmen Berger Motor Sport AG. Hervorgegangen ist es aus dem Team Minardi, einem langjährigen, erfolglosen Formel 1-Team. 2005 ist Red Bull eingestiegen, ein Jahr später Gerhard Berger. Seitdem nimmt STR an Rennen teil, ohne in bislang 25 Wettkämpfen einen einzigen WM-Punkt errungen zu haben.
Die Konstellation als Zweitteam dürfte sowohl die Ambitionen als auch die Erfolgsaussichten von STR Ferrari in engen Grenzen halten. Ferrari ist als Motorenlieferant mehr zufällig in der laufenden Saison an STR geraten, denn im Vorjahr ist das Red Bull Racing Team noch mit Ferrari-Motoren gestartet, in diesem Jahr liefert allerdings Renault. Ferrari-Motoren werden daher im Zweit-Team eingesetzt, so erklärt sich auch der Name STR Ferrari.
Die Geschichte
Bei einem erst knapp zwei Jahre existierenden Team ist historisch wenig bis gar nichts zu holen, allerdings ist STR ja durch die Übernahme von Minardi entstanden. Und dabei handelt es sich um ein durchaus interessantes Team, das man ohne weiteres als traditionsreich bezeichnen könnte.
Es sind nicht zahlreiche Siege, die zur Traditionsbildung geführt haben, im Gegenteil: Minardi ist chronisch erfolglos gewesen. Ein elfter Platz in der Fahrerwertung und ein siebter Platz unter den Konstrukteuren bilden die magere Ausbeute aus rund zwanzig Jahren WM-Engagement. In 340 Rennen wurden ganze 38 WM-Punkte eingefahren.
Der Grund ist eine faktisch dauerhaft aussichtslos unterlegene Technik der Minardi-Fahrzeuge. Trotzdem hat das Team treue Anhänger um sich scharen können, wie die Petition von Fans nach der Bekanntgabe der Übernahme durch Red Bull zeigt: Minardi sollte als Bestandteil des neuen Teams erhalten bleiben, was allerdings verwehrt wurde.
Nicht ausgeschlossen ist, dass Minardi eine Renaissance erfährt. Der erste Anlauf ist zwar gescheitert, doch bleibt allein der Versuch, einen Rennstall namens "European Minardi F1 Team Limited" zu etablieren, ein Zeichen, dass Minardi noch nicht ganz tot ist.
weiter zu den Fahrern »
|
|
|