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Ferrari



Die Fahrer


Felipe Massa

Es ist ein gutes Jahr 2007 für Felipe Massa gewesen, gut, aber nicht sehr gut. Der Ehrgeiz des Piloten ist noch lange nicht befriedigt, wie zahlreiche Interviews in den zurückliegenden Monaten nach Beendigung der Saison 2007 zeigten: Massa will ganz nach oben, am besten im Jahr 2008.

Statistisch gesehen hat die zurückliegende Saison einen mächtigen Sprung gebracht. Massa konnte sein WM-Punkte-Polster auf mehr als 200 schrauben, auch hat er drei Siege errungen und damit mehr als zuvor. Sein Konto umfasst nun 87 Rennen, in den Langzeitstatistiken arbeitet sich der Fahrer Stück für Stück nach oben.

Doch zugleich ist die Saison 2007 eine Enttäuschung für Massa gewesen. Gewonnen hat schließlich sein Teamkollege Kimi Räikkönen, während er selbst „nur“ vierter geworden ist und damit auch einen Platz hinter dem Vorjahresrang geblieben ist. Vom Spitzenquartett ist Massa der schlechteste gewesen.

Motorsportlich ist Massa seit dem Jahr 1990 aktiv, in diesem Jahr ist er seine ersten Kart-Rennen gefahren. Acht Jahre später folgte der erste Auftritt in der Formel Chevrolet Serie in Brasilien, im Folgejahr konnte er diese für sich entscheiden. 2000 folgte der Sprung über den Atlantik nach Europa, wo er die italienische und europäische Formel Renault mitmachte und beide Meisterschaften gewonnen hat.

2002 schloss sich der Start in der Formel 1 an, für das Team Sauber-Petronas konnte er in 17 Rennen vier WM-Punkte erringen. Im Jahr darauf ist Massa zu Ferrari gewechselt, wo er zunächst als Testfahrer tätigt war. Nach seiner Rückkehr zu Sauber-Petronas blieb er bis 2005 bei diesem Team, jeweils sind vierte Plätze seine besten. 2006 schloss sich der erneute Wechsel zu Ferrari an, wo er als Team-Kollege von Michael Schumacher seine Runden drehte. In der Türkei konnte er seinen ersten Grand-Prix-Sieg erringen, ein weiterer schloss sich mit dem Grand Prix in Brasilien an. Mittlerweile sind es fünf Siege.




Kimi Räikkönen

Der Finne hat sich in der vergangenen Saison als brillanter Einkauf für das Ferrari-Team erwiesen. Eigentlich hatten viele an ein Traumduo Schumacher / Räikkönen gedacht, doch auch ohne den vormaligen Dauersieger hat der Neuling zugeschlagen.

Das erste Rennen gewonnen, weitere fünf Siege gesammelt und am Ende die lange Zeit führenden Lewis Hamilton und Fernando Alonso auf die Plätze verwiesen. Was im Vorjahr noch fehlte, ist nun geschafft: Kimi Räikkönen hat seinen ersten WM-Titel errungen.

Durch die sehr gute Saison 2007 konnte Räikkönen seine WM-Punkte-Sammlung auf 457 erhöhen, die Zahl der Siege ist auf 15 gestiegen. Bedanken kann oder muss sich Räikkönen allerdings auch bei Felipe Massa: Dessen taktisch bedingte Zurückhaltung im letzten Rennen hat schließlich den Ausschlag gegeben, dem Finnen die WM-Krone aufzusetzen. Die Empfehlung Michael Schumachers, Kimi Räikkönen zu seinem Nachfolger zu machen, hat sich also bereits in der ersten Saison ausgezahlt. Die aktuelle Saison 2008 wird zeigen, was in dem Finnen steckt: Das Auto dürfte herausragend sein und eine prima Basis bieten, den WM-Titel zu verteidigen. Die Konkurrenz hat jedoch nicht geschlafen, allen voran McLaren-Mercedes. Ob auch BMW und Renault (Alonso!) ein Wörtchen mitreden werden, bleibt allerdings noch offen.

Kimi Räikkönen ist 2001 zur Formel 1 gekommen, in dem Jahr, in dem der andere bekannte und berühmte Finne, Mika Häkkinen, sein letztes Jahr absolvierte. Wie Massa hat Räikkönen als Team Sauber-Petronas in seinem Lebenslauf stehen: Ein Jahr ist er für diesen Rennstall gefahren und hat neun Punkte errungen – so wenig, wie danach nicht mehr. Räikkönen kann sich rühmen, bereits zweimal weiterempfohlen worden zu sein, denn Mika Häkkinen hat ihm McLaren-Mercedes als Team ans Herz gelegt und umgekehrt. Von 2002 bis 2006 ist Räikkönen für diesen Rennstall gefahren, mit dem Höhepunkt der Saison 2005, als er sich nur Fernando Alonso geschlagen geben musste. Die chronische Unzuverlässigkeit seines Gefährts war dafür wesentlich verantwortlich.




Das Team


In der zweiten Reihe hinter den Stammfahrern halten sich bei Ferrari die Reservisten bereit. Einer davon ist Luca Badoer, der auf 48 Rennen zurückblicken kann, wobei bislang weder ein Sieg noch ein Sprung aufs Treppchen geglückt ist. Badoer hält den Rekord mit den meisten absolvierten Rennen, ohne je einen WM-Punkt erzielt zu haben. Vor Ferrari war er bei den Teams Lola, Minardi und Forti tätig. In der vergangen Saison ist Badoer kein Rennen gefahren.

Auch Marc Gené Guerrero ist mit 36 bestrittenen Rennen kein unbeschriebenes Blatt mehr, doch fehlen auch in seiner Karriere sowohl Siege als auch Podiumsplätze, immerhin hat er fünf WM-Punkte erringen können. Vor Ferrari war er bei Minardi und Williams engagiert.



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Fahrerwertung Top 10
Pos. Fahrer Pkt.
1 L. Hamilton 58
2 F. Massa 54
3 K. Räikkönen 51
4 R. Kubica 48
5 N. Heidfeld 41
6 H. Kovalainen 28
7 J. Trulli 20
8 M. Webber 18
9 F. Alonso 13
10 R. Barrichello 11
Stand 20.07.2008

Teamwertung
Pos. Team Pkt.
1 Ferrari 105
2 BMW Sauber 89
3 McLaren 86
4 Toyota 25
5 Red Bull Racing 24
6 Renault 23
7 Williams 16
8 Honda 14
9 Scuderia Toro R. 8
10 Forca India -
11 Super Aguri F1 -
Stand 20.07.2008
 

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