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Team-Portrait: Hispania Racing F1
Update: Das ursprünglich als Campos Grand Prix angetretene Formel 1-Team hat Anfang März 2010 den Namen geändert: Fortan firmiert es unter dem Namen Hispania Racing F1. Die Namensänderung trägt der zwischenzeitlichen Entwicklung Rechnung, denn der spanische Unternehmer José Ramon Carabante hat das in Schieflage geratene Team gerettet. Sitz des Teams soll mittelfristig in Murcia, in Spanien sein.
Zu den Neulingen in der Formel 1-Saison 2010 gehört das Team Campos Grand Prix. Bislang ist Campos in der spanischen Formel 3 aktiv, zuvor war es in der GP2-Serie engagiert. Die Einschreibung für die Formel 1 ist im Mai 2009 erfolgt, als sich die höchste Rennklasse noch in bürgerkriegsartigen Zuständen befand und die Abspaltung einer ganzen Reihe von Teams zu einer Piratenserie drohte.
Davon ist nach dem Ende der Formel 1-Saison 2009 nicht mehr die Rede, Campos wird also in der Formel 1-Saison 2010 gegen namhafte Rennställe antreten können. Der Rennstall hat sich im Vorfeld der Saison mit Formel 1-erfahrenem Personal versorgt, so war der Chassisdesigner Dallara schon 1988 bis 1992 in der Formel 1 aktiv. Als Motorenlieferant tritt Cosworth auf.
Mit Bruno Senna hat das Team einen namhaften Piloten engagiert: Der Neffe des 1994 verunglückten Rennfahrers wird ein Cockpit besetzen. Damit hat Campos zwar keinen erfahrenen Fahrer gebucht, aber einen, dessen Name für Aufmerksamkeit sorgen wird.
Als zweiter Fahrer ist der Inder Karun Chandhok verpflichtet worden, was insofern interessant ist, dass der bislang vom indischen Team Force India nicht verpflichtet worden ist, was eigentlich naheliegend wäre. Doch scheint HRT auch finanzielle Interessen zu verfolgen, indische Sponsoren werden sich vielleicht auf diesem Wege eher einfangen lassen.
Sportlich verfolgt der neue Teamchef von HRT, Kolles, durchaus ehrgeizige Ziele. Man werde vor allem in der laufenden Formel 1-Saison lernen und möglichst schnell auch in die Punkteränge fahren wollen. Das beste Team unter den Neuen will man sein, angesichts des sehr späten Starts eine ambitionierte Vorgabe.