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Honda
Auch wenn das Team Honda in der Statistik der Konstrukteurs-Weltmeister nicht unter den Top-Teams auftaucht, gehören die Japaner zu den Erfolgreichen des Formel 1-Spektakels. Honda ist auch mehrfach selbst mit einem Rennteam engagiert gewesen, hat aber vor allem als Lieferant für Motoren große Erfolge erzielen können. So darf man sich nicht davon täuschen lassen, dass in den Büchern nur ein vierter Platz bei der Konstrukteurs-WM als beste Platzierung steht und bei der Fahrer-WM nur ein sechster Platz.
Denn schon der letzte Faktor ist durchaus interessant, denn den Platz sechs hat das Jahr 2006 gebracht. Die letztlich sehr gut verlaufene Saison 2006 hat dem Team einen mächtigen Schub verpasst, auf dem sich der Status eines Geheimfavoriten für 2007 gründete. Und in diesem Jahr hatte Honda mit einer außergewöhnlichen Lackierung des Fahrzeugs auf sein Umweltbewusstsein hinweisen wollen.
Statt einer Fortschreibung des Erfolges gab es allerdings einen herben Rückschlag. Kümmerliche sechs Punkte konnte das Team aus den Rennen holen, ein dramatisch zu nennender Absturz gegenüber den 86 Zählern aus dem Jahr 2006, in dem auch noch ein Sieg und drei Podiumsplätze errungen werden konnten.
Vor allem das Fahrzeug gilt vielen Beobachtern als Grund für das verheerende Abschneiden, konsequenterweise hat Honda bei der Neuentwicklung den RA107 komplett herausgenommen und kein einziges Teil übernommen. Der RA108 ist also eine vollständige Neuentwicklung, was natürlich gewisse Risiken mit sich bringt.
Das Saisonziel ist demnach auch wesentlich bescheidener geworden: Statt im Kampf um die Spitze ganz vorn mitzumischen, will Honda zunächst einmal wieder langsam Richtung des Niveaus von 2006 sich bewegen. Die Tests vor dem Beginn der Formel 1-Saison sind allerdings wenig erfolgversprechend ausgefallen. Ein Comeback Hondas wäre daher so etwas wie eine Sensation.
Bei den Fahrern hat man sich keine Veränderungen erlaubt, man setzt dabei auf bewährtes Personal. Allerdings gibt es eine durchaus nennenswerte Veränderung. Der abgewanderte Christian Klien ist durch Alexander Wurz ersetzt worden, der damit ein Comeback vom zwischenzeitlich angekündigten Rücktritt aus dem Formel 1-Zirkus vollzieht.
Die Geschichte
Bereits in den 1960er Jahren engagierte sich Honda in der Formel 1, 1964 gab der eigene Rennstall sein Debüt auf dem Nürburgring. Es dauerte noch ein weiteres Jahr, ehe der erste Rennsieg eingefahren werden konnte. 1967 war ein relativ erfolgreiches Jahr, hier errang Honda den vierten Platz als Konstrukteur und einen Sieg in Monza.
Dem schloss sich ein mäßiges Jahr 1968 an, das allerdings aus einem anderen Grund zur Einstellung aller Aktivitäten in der Formel 1 führte: Der Fahrer Jo Schlesser starb in einem RA302, einer Neuentwicklung, die ohne gründliche Tests im Juli des Jahres erstmals eingesetzt wurde. Am Ende der Saison beendete Honda sein Formel 1-Engagement.
Das Comeback kam 1983, als Motoren-Lieferant. Mit Williams, Lotus, Tyrell und McLaren hat Honda eine ganze Reihe Teams bedient, vor allem McLaren war außerordentlich erfolgreich: Zwischen 1988 und 1991 errang das Team die Fahrer- und Konstrukteurs-WM und erstritt 44 Grand-Prix-Siege.
Eine neuerliche Pause ab 1992 endete 2000: Geplant war ein eigenes Team, stattdessen lieferte Honda Motoren für das BAR-Teams (2001/02 auch des Jordan-Teams). 2005 folgte die Teilübernahme von BAR, dazu eine katastrophal erfolglose Saison, 2006 schließlich wurde BAR völlig übernommen und in Honda Racing F1 umbenannt.
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