Formel 1 - Saison 2012
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Lotus F1 Racing



Die Fahrer


Kimi Räikkönen

Es war nicht unbedingt zu erwarten, dass Kimi Räikkönen seinen 18 Formel 1-Siegen einen weitern hinzufügen würde. Doch das ist ihm gelungen, ausgerechnet im Lotus. Der Renault-Nachfolgerennstall hat sich 2012 zu einem Top-Team in der Formel 1 gemausert und Räikkönens Rückkehr ein passendes Umfeld verliehen. Die Entscheidung, den Rückkehrer zu engagieren und Experimente im Stile von Vitaly Petrov oder Nick Heidfeld (über Bruno Senna schweige man) zu lassen, hat sich als goldrichtig erwiesen.


Für das Team ist Räikkönen ein erheblicher Qualitätssprung gewesen, umgekehrt gilt das nicht in allen Belangen. Es ist fraglich, ob der Finne nicht doch lieber wirklich um die Meisterschaft mitgefahren wäre – Rang drei ist aus dieser Warte betrachtet eher unglücklich.


Von den Wurzeln her ist der Finne der Generation Kartsport zuzurechnen. Bis 1998 war er hier aktiv, danach zwei Jahre in der Britischen Formel Renault bzw. ein Jahr in der Formel Renault 2.0 Eurocup. Seit 2011ist er in der Formel 1 unterwegs gewesen, 2003 und 2005 wurde er Zweiter, 2007 Weltmeister. 2010 und 2011 hat der Finne der Formel 1 den Rücken gekehrt und ist WRC gefahren. Bislang stehen 176 Grand Prix-Rennen mit 19 Siegen und 69 Podiumsplätzen in den Büchern.






Romain Grosjean

Auch 2013 fährt Romain Grosjean für Lotus F1. Das ist nicht unbedingt selbstverständlich, denn im Saisonverlauf 2012 hat der Fahrer, der Vitaly Petrov ersetzte, mehrfach für Aufsehen gesorgt – durch Zwischenfälle. Das hat ihm einige Strafen, schlechte Kritiken und einen üblen Leumund eingetragen.


Es ist also keine Selbstverständlichkeit, dass Grosjean weiter für Lotus fährt. Möglicherweise auf Bewährung, vielleicht auch als Platzhalter, falls sich ein weiterer Spitzenfahrer wie Kimi Räikkönen engagieren lässt. Fest steht, dass Grosjean sich steigern und verstetigen muss, um überhaupt eine Chance zu haben, vorn mit dabeizusein.


Grosjean ist mehrere Jahre Kart gefahren. Bis zu seinem Formel 1-Engagment hat es mehrere Einsätze in der Französischen Formel Renault und der Französischen Formel Renault 2.0 Eurocup, sowie in der Formel 3 Euro-Serie gegeben. Auch in der GP2-Serie und der GP2-Asia-Serie ist Grosjean gefahren. 2011 konnte er beide Serien gewinnen, was sicherlich sein neuerliches Formel 1-Engagement befeuert haben dürfte. Bislang ist er 26 Grand Prix gefahren und hat 96 WM-Punkte bei drei Podestplätzen erreicht.






Das Team


Jérôme D'Ambrosio, Nicolas Prost, Davide Valsecchi

Als Test- und Ersatzfahrer hat Lotus F1 Jérôme D'Ambrosio engagiert. Der verfügt über einige Erfahrung in der Formel 1. Er ist 19 Rennen gefahren, sämtlich für den Virgin bzw. Marussia-Rennstall an der Seite von Timo Glock. Weder Punkte noch sonstige Meriten sind ihm dabei zuteil geworden, auch teamintern konnte er Glock nicht schlagen, im Gegenteil. Damit wurde Jérôme D´Ambrosio nicht mit einem neuen Vertrag versehen und ist nun als Test- und Ersatzmann engagiert worden.


Jérôme D'Ambrosio hat allerdings schon in zahlreichen Formel-Serien Erfahrungen sammeln können. Seit 2008 ist er regelmäßig in der GP2-Serie oder der GP2-Asia-Serie unterwegs, zu einem Titel oder einer großartigen Platzierung reichte es noch nicht. 2010 wurde er schon als Testfahrer bei Renault geführt.


Ihm zur Seite stehen Nicolas Prost, der einen großen Namen trägt, ohne selbst reüssiert zu haben. Außerdem darf Davide Valsecchi schnuppern. Der hat die GP2-Serie 2012 gewonnen, außerdem 2010 die GP2-Asia-Serie.


Eric Boullier

Die so genannte Crash-Gate-Affäre im Saisonverlauf der Formel 1 2009 hat dazu geführt, dass Flavio Briatore, jener schillernde Teamchef von Renault, nicht mehr an der Spitze des Teams steht. Statt dessen hat sich der Rennstall einen ganz jungen Mann geholt, der erst 36 Jahre alt ist: Eric Boullier.


Boullier hat bereits in verschiedenen anderen Motorsportbereichen Erfahrungen gesammelt: So in der zweiten Riege der Formel 1, der GP2, auch in der Formel BMW und der Formel Le Mans.


Wichtig für die Bestallung dürfte auch sein, dass Boullier als Lopez-Mann gilt. Er war Geschäftsführer des Unternehmens Gravity Sport, eine Gesellschaft, die zum Lopez-Imperium gehört. Der Geschäftsmann Gerard Lopez steckt hinter dem neuen Großsponsor und Mehrheitsbesitzer von Renault, Genii Capital.


In der ersten Saison hat Boullier den Rennstall gut lenken können, die Erfolge sprechen für sich. Wie sich die Sache mit dem Einstieg der Lotus-Group weiterentwickelt, muss abgewartet werden.

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