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Renault
Im vergangenen Jahr hat Renault einen dramatisch zu nennenden Absturz erlebt. 2005 und 2006 ist der traditionsreiche Rennstall bekanntlich Weltmeister geworden. Ein gewisser Fernando Alonso hat zweimal hintereinander den lange Zeit als unschlagbar geltenden Ferrari-Fahrer Michael Schumacher übertrumpfen können.
Doch der inzwischen als streitbar geltende Spanier hat sich nach den beiden Triumpfen aus dem Staub gemacht und bei McLaren-Mercedes angeheuert. Die Folge: ein Absturz ins Mittelmaß.
Damit ist die Frage, die bei Renault vor der letztjährigen Saison 2007 gestellt wurde, eindeutig beantwortet. Gegenüber Ferrari und BMW Sauber (und sportlich gesehen auch McLaren-Mercedes) hat Renault einen erheblichen Rückstand. Ganze 51 WM-Punkte haben die Fahrer aufs Rennkonto geschaufelt, nach 191 bzw. 206 in den beiden Vorjahren ein Debakel. Gewonnene Rennen und Polepositions waren Fehlanzeige, ein magerer Podiumsplatz sprang schließlich heraus.
Anders als die Nachfolger Schumachers bei Ferrari haben die Nachfolger Fernando Alonsos die hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Giancarlo Fisichella hatte ursprünglich tatsächlich die Weltmeisterschaft als Ziel herausposaunt, diese Meinung aber schon im frühen Teil der Saison revidiert. Heikki Kovalainen und Fisichella konnten den Absturz nicht aufhalten, das Team war auch personell klar geschwächt.
Beobachter hatten im Vorjahr die Frage gestellt, ob ein Absturz nicht zur Auflösung des Teams führen würde. Der Rennstall Renault gehört zu den alten, traditionsreichen F1-Teilnehmer mit einer sehr wechselhaften Geschichte. Denkbar war, dass Renault wieder die Praxis aufnehmen könnte, als Motorenlieferant aufzutreten.
Mit der Rückkehr Fernando Alonsos ist das zunächst ausgeschlossen. Der Spanier soll dem Rennstall wieder zu Lorbeeren verhelfen, wenngleich die Testphase vor dem Beginn der Rennsaison nicht unbedingt zu großem Optimismus gereicht.
Immerhin hat Renault ganz konsequent auf Alonso gesetzt, denn auch der zweite Vorjahresfahrer wurde in die Wüste geschickt; mit dem jungen Nelson Piquet Jr. setzt Renault auf einen unangefochtenen Leader im Team (Alonso) und einen aussichtsreichen Nachwuchsfahrer (Piquet).
Das alles scheint nicht nach einem Rückzug aus dem F1-Geschäft auszusehen.
Die Geschichte
Das Debüt in der Formel 1 hat ein Renault-Team im Jahre 1977 gegeben. Bis 1985 ist der Konzern aktiv gewesen, danach schloss sich eine Zeitspanne an, in der Renault nur Motoren geliefert hat, unter anderem für Williams, Benetton, Ligier und Lotus.
Diese haben eine ganze Reihe von Titeln einfahren können, was durchaus ein Qualitätsmerkmal darstellt.
Die Rückkehr zum eigenen F1-Team im Jahr 2002 ist außerordentlich gut gelungen, denn 2005 und 2006 konnte der WM-Titel errungen werden. Die Basis des Erfolges ist sicherlich, dass Renault das bereits bestehende Benetton-Team für das eigene Comeback aufgekauft hatte.
2007 erlebte das Team nach dem Fortgang des Doppelweltmeisters Fernando Alonso einen herben Absturz in die Mittelmäßigkeit.
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