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Toyota
Bei dem Rennstall des japanischen Automobilkonzerns Toyota liegen die Erwartungen und Ergebnisse weit auseinander. Große Investitionen hat der größte Autobauer in sein ehrgeiziges Engagement im Motorsport getätigt, doch bislang keine Früchte ernten können. Für Toyota, das mittlerweile sämtlichen anderen Herstellern hinsichtlich der verkauften Autos und beim Thema Klimaschutz durch seine Autos mit Hybrid-Antrieb den Schneid abgekauft hat, ist der andauernde Misserfolg im Motorsport sicherlich ein Stachel im Fleisch. Konsequenterweise hat der Konzern reagiert und dem Team eine Neuausrichtung verpasst.
2005, drei Jahre nach dem Beginn des Formel 1-Engagments, schien das Team auf einem guten Weg zu sein: 88 Punkte wurden errungen, fünfmal das Podium erreicht und Platz vier in der Konstrukteurs-WM belegt.
Der TF 105 schien die Basis für weiterreichenden Erfolg im Rennsport zu bilden, doch das hat sich als Fehleinschätzung herausgestellt. Bereits ein Jahr später konnte Toyota die Erfolgsgeschichte nicht mehr fortschreiben, die Punkteausbeute ist auf 35 Zähler und einen einzigen mageren Podiumsplatz geschrumpft.
Doch es kam noch schlimmer: 2007 ist für Toyota zum Horror-Jahr geworden. Absolut enttäuschende 13 WM-Punkte und ein achter Platz in der Konstrukteurs-WM standen unter dem Strich. Vor allem Ralf Schumacher ist ins Zentrum der Kritik geraten, denn der hoch bezahlte Deutsche hat die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen können und am Ende noch einen schlechteren Platz erzielt als Teamkollege Jarno Trulli.
Während Toyota beim Personal eher auf Kontinuität setzt, hat es bei den Fahrern einen Schnitt gegeben. Ralf Schumacher hat seine Karriere in der Formel 1 beendet und den Rennstall verlassen (müssen). Nach dem Engagement bei Toyota hat auch kein anderer Rennstall mehr Interesse an den Diensten Schumachers gehabt, bei Force India war er lange im Gespräch, doch da fährt letztlich ein anderer.
Für Toyota, das vom Konzern mit erheblichen Geldmitteln ausgestattet worden ist und das größte Budget aller Teams aufweist, ist der Druck nach der verheerenden Saison 2007 gestiegen. Ende des kommenden Jahres müssen Erfolge vorzuweisen sein, sonst wird das Engagement voraussichtlich überdacht.
Die Tests haben immerhin für den TF108 eine kontinuierliche Aufwärtstendenz gezeigt, allerdings bleiben die Fahrer zumindest für die ersten Rennen recht vorsichtig mit ihren Prognosen. Angesichts der Überlegenheit von Ferrari und McLaren-Mercedes, sowie der guten Saison von BMW und Fernando Alonsos Rückkehr zu Renault steht Toyota vor einer erheblichen Herausforderung beim Unternehmen Gipfelsturm in der Formel 1.
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