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Unfälle / Todesfälle


Der Tod fährt mit


Zwei lange Listen und eine nicht ganz so lange, aber immer noch viel zu lange Liste sprechen eine deutliche Sprache: Wer bei der Formel 1 - oder einem anderen der zahlreichen Motorsport-Wettbewerbe - im Cockpit eines hochgezüchteten Fahrzeugs sitzt, ist nicht allein. Der Tod fährt immer mit.

Spiel auf Leben und Tod
Wem dies zu dramatisch formuliert ist, der sollte sich anhören, was ehemalige Rennfahrer selbst über ihren Sport zu sagen haben. Zu den drastischen Zitaten, die immer wieder durch die Medien geistern, zählt der Ausspruch eines ehemaligen Rennfahrers:

"Für uns war die Formel 1 wie das Jonglieren mit einer Handgranate. Du wusstest nie, ob das Ding losgeht."

Daran hat sich bis in die Gegenwart nichts geändert. Der schwere Unfall des BMW-Sauber-Fahrers Robert Kubica hat einen anderen, gezeichneten Veteranen der Formel 1 dazu bewegt, die Fahrer noch einmal klar auf ihre Lage zu verweisen.

"Die Formel 1 ist und bleibt ein Spiel auf Leben und Tod."

Niki Lauda hat es in dem gleichen Interview als riesiges Glück bezeichnet, dass seit dreizehn Jahren die Formel 1 von tödlichen Unfällen verschont geblieben ist. Seit Ayrton Senna am 01.05.1994 beim Großen Preis von San Marino in Italien sein Leben lies, hat es keinen Toten mehr im Formel 1-Zirkus gegeben.

Zahl der Toten sinkt drastisch
Das ist in der Tat ein großes Glück, auch wenn diese Statistik wie so oft nur einen Teil der Wahrheit zeigt, denn am 25.04.2001 ist Michele Alboreto auf dem Lausitzring anlässlich einer Testfahrt für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ums Leben gekommen. Auch nach dem Ende der aktiven Zeit in der Formel 1 geht also das Sterben weiter. 26 Fahrer sind seit Bestehen der Formel 1 während der Rennen oder des Trainings gestorben, acht weitere bei Testfahrten und 46 Formel 1-Fahrer starben bei Wettkämpfen außerhalb der Formel 1 - der letzte davon war Michele Alboreto. Trotzdem lässt sich mit Blick auf die viel zu langen Listen der Todesfälle bei Formel 1-Rennen und darüber hinaus feststellen, dass sich in den vergangenen Jahren ganz klar zeigt: Es werden weniger. In den ersten Jahrzehnten des Wettbewerbs hat es auch immer wieder Jahre gegeben, in denen es keine tödlichen Unglücksfälle zu beklagen gab. Allerdings gab es auch immer wieder schreckliche Häufungen - wie 1958, als gleich drei Fahrer ihr Leben ließen. Einige dieser Unfälle waren außerordentlich tragisch: Da wäre das grauenvolle Desaster im Jahr 1961, als Wolfgang Graf Berghe von Trips in Monza tödlich verunglückte. Da das Fahrzeug explodierte, sind neben dem Fahrer auch fünfzehn Zuschauer getötet und sechzig verletzt worden. Neun Jahre später ist Jochen Rindt bei Abschlusstraining in Monza tödlich verunglückt - wenige Wochen später wäre er Weltmeister gewesen, der Titel ist ihm posthum zugesprochen worden. Mit dem Anbrechen der 1980er Jahre gab es aber einen klaren Bruch. Noch die Siebziger brachten mit Ausnahme der Jahre 72, 76 und 79 tödliche Unfälle, in den 80er Jahren waren es zwei Tote im Jahr 1982. Auch die 90er Jahre brachten zwei Tote - in Imola starb neben Ayrton Senna auch Roland Ratzenberger bei einem Trainingsunfall.

Glück - aber auch mehr Sicherheit
Mit Erleichterung kann man festhalten, dass die Zahl der tödlichen Unfälle bei Formel 1-Rennen signifikant gesunken ist. Als Gründe werden vor allem wesentlich größere und erfolgreiche Anstrengungen bei der Sicherheit genannt. Vor allem den glimpflich abgelaufene Unfall von Robert Kubica ist Anlass gewesen, die Fortschritte zu bestaunen. Kubica, der bei dem Mega-Chrash glücklicherweise nur sehr leicht verletzt worden ist, wäre in früheren Zeiten viel schwerer in Mitleidenschaft gezogen worden. Vor allem die Sicherheitszelle, das Monocoque, die den Fahrer umgibt, ist der Grund für den erhöhten Schutz. Sie ist ein Panzer aus Kohlefaserschichten, umgeben von Teilen, welche bei einem Unfall die Aufprall-Energie aufnehmen: So bleibt das Monocoque weitgehend intakt, wenn der Wagen wie bei Kubica mit großer Geschwindigkeit gegen eine Mauer prallt. Der zweite technische Schutzengel der Fahrer heißt "Hans" - "Head an Neck Support". Mit diesem wird der Hals und Nacken des Fahrers geschützt, eine Vorrichtung, die nach Aussage von Experten schon vielen Fahrern das Leben gerettet hat.

Glück war auch im Spiel
Es sind nicht nur die drastischen Warnungen, wie sie etwa von Niki Lauda vorgebracht werden, die zeigen, dass trotz aller Sicherheitsvorkehrungen und der technischen Entwicklung tödliche Unfälle jederzeit wieder geschehen können. Die Liste der dramatischen Ereignisse, die es allein seit der Jahrtausendwende gegeben hat, ist lang. Jede Saison hat ihre atemstockenden Crashs, das zeigt sich auch 2007 durch Robert Kubica. Das gilt auch für die vorangegangenen Jahre. Niki Lauda hat in einem Internview darauf verwiesen, dass die offenen Räder und die hohe Geschwindigkeit das größte Risiko darstellen: Komme es zu einer Berührung, hebe das Auto ab und lande irgendwo. Unfreiwillig fliegende Formel 1-Boliden gab es in der Tat oft zu sehen, auch in den vergangenen Jahren.



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Fahrerwertung Top 10
Pos. Fahrer Pkt.
1 L. Hamilton 98
2 F. Massa 97
3 K. Räikkönen 75
4 R. Kubica 75
5 F. Alonso 61
6 N. Heidfeld 60
7 H. Kovalainen 53
8 S. Vettel 35
9 J. Trulli 31
10 T. Glock 25
Stand 02.11.2008

Teamwertung
Pos. Team Pkt.
1 Ferrari 172
2 McLaren 151
3 BMW Sauber 135
4 Renault 80
5 Toyota 56
6 Scuderia Toro R. 39
7 Red Bull Racing 29
8 Williams 26
9 Honda 14
10 Forca India -
11 Super Aguri F1 -
Stand 02.11.2008
 

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