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Williams Toyota
Die Saison 2007 ist schwer zu beurteilen bei einem Rennstall wie Williams. Hierbei handelt es sich nämlich um einen der besonders traditionsreichen der gesamten Formel 1-Historie, wie schon der dritte Platz in der Ewigenliste unter den Siegern in der Konstrukteurs-WM zeigt. Den hat man auch 2007 verteidigt, allerdings nicht aus eigener Kraft, sondern unter kräftiger Mithilfe des nachrückenden Konkurrenten McLaren-Mercedes, der sich selbst im Zuge der Spionage-Affäre selbst aus dem Wettbewerb kegelte.
Doch die Gegenwart ist fern von Glanz und Gloria. 2006, nach der Trennung von BMW, ist ein Katastrophen-Jahr gewesen. Kümmerliche elf WM-Zähler, das hatte es seit 1978 nicht mehr gegeben – und zwischenzeitlich gab es nur eine weitere Saison, in der man unter der Marke von 30 Punkten geblieben ist.
So gesehen liegt die Saison 2007 irgendwo dazwischen. Mit 33 Punkten und Rang vier könnte man gemessen am Ausgangspunkt ganz zufrieden sein, wenn nicht viele Negativ-Punkte wären. Ein Rang in der Gesamtwertung ist durch McLaren-Mercedes geschenkt worden, und hinter dem zweitplatzierten Team BMW befindet sich eine riesige Lücke, denn das Team hat Williams um den Faktor drei übertreffen können.
Wer also ein erneutes Mitmischen von Williams im vorderen Teil des Team-Feldes erhofft hatte, dürfte schwer enttäuscht gewesen sein. Damit ruhen die Hoffnungen auf der Saison 2008. Hier hat es jüngst interessante Gerüchte gegeben, nach denen der Fahrer Nico Rosberg zu den Geheimfavoriten gezählt wird.
Das basiert auf recht positiven Tests mit dem FW30, der einen Toyota-Motor unter der Haube hat und während Probefahrten im Winterhalbjahr recht gut über die Runden gekommen ist. Ginge es allein nach den Tests, wäre Williams also durchaus eine Überraschung zuzutrauen, doch ist das Team keinesfalls in einer außergewöhnlichen Position, denn auch andere Rennställe haben sich von ihrer guten Seite gezeigt.
Die Zwischenbilanz fällt also recht positiv aus, doch bleibt abzuwarten, was davon in den Rennen übrigbleibt. Denn viele Teams drängen mit Macht nach vorn, allen voran Toyota und Red Bull Racing. Ob es Williams wiederum gelungen ist, ein Auto zu bauen, dass ganz nach vorn fahren kann oder wenigsten Renault und BMW-Sauber Paroli zu bieten vermag, steht danach noch in den Sternen.
Ein Erfolg wäre es, wenn es einem Fahrer gelingen würde, einen Platz auf dem Podium zu erringen. Von Weltmeister-Triumphen ist man aber weit entfernt.
Die Geschichte
Seit 1978 ist der Rennstall Williams in der Formel 1 engagiert. Bereits zwei Jahre nach dem Start konnte der erste WM-Titel errungen werden, sowohl bei den Fahrern wie den Konstrukteuren. 1981, 1986 und 1987 folgen weitere Titel, die zweite Blütephase waren die 90er Jahre.
Die Saison 2006 war allerdings die schlechteste, die Williams je gefahren hat. Magere elf WM Punkte standen unter dem Strich, die gesamte Saison war geprägt von der notorischen Unzuverlässigkeit des Wagen.
Die Saison 2007 hat für Williams eine kleine, bescheidene Wende gebracht. Das Team konnte die Abwärtstendenz stoppen und immerhin den vierten Rang unter den Konstrukteuren erringen.
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