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Team-Portrait: AT&T Williams

War die Formel 1-Saison 2008 für den Traditionsrennstall von Williams schon ein Debakel, gilt das im Grunde genommen auch für die Formel 1-Saison 2009. Zwar sind 34,5 WM Punkte eingefahren worden und damit mehr als in der Vorsaison, doch das ist gemessen an den Ambitionen des Rennstalls und der Tatsache, dass man zu jenen gehörte, die von Anfang an einen Doppeldiffusor besaßen, eine magere Ausbeute.

Es reichte in der Formel 1-Saison 2009 nur zum siebten Platz – hinter BMW Sauber, Toyota ist man zurückgeblieben. Allerdings muss man hinzufügen, dass sämtliche 34,5 WM-Punkte von einem einzigen Fahrer erzielt worden sind: Nico Rosberg, während der japanische Rennfahrer Kazuki Nakajima leer ausging. Das Missverhältnis bei den Leistungen dürfte gehörig dazu beigetragen haben, dass die Trauben bei Williams niedrig hängen.

Die Formel 1-Saison 2010 wird Williams mehr oder weniger runderneuert angehen. Wahrscheinlich zum Teil zwangsweise, denn den hochtalentierten Fahrer Nico Rosberg hätte man vielleicht halten wollen, aber wohl kaum können. Der ist zum neuformierten Rennstall Mercedes GP Petronas gewechselt. Mercedes hatte (noch für McLaren-Mercedes) schon längst ein Auge auf Rosberg geworfen, kam aber nicht zum Zuge.

Mit dem Abgang von Toyota aus der Formel 1 hat sich auch der japanische Kurvendreher Nakajima verabschiedet, Williams setzt jetzt auf Motoren von Cosworth, wie so viele andere Teams auch.

Die Aussichten für die Formel 1-Saison 2010 sind durchwachsen. Die Fahrerpaarung klingt interessant, eine gute Mischung aus Erfahrung und Nachwuchstalent; Rubens Barrichello hat bei Brawn GP im Vorjahr durchblicken lassen, dass mit ihm zu rechnen ist, wenn das Auto stimmt.

Aber: Das ist die große Frage. Hat Williams das Zeug, ein Auto zu bauen, das mit den Großen Mercedes, Ferrari, McLaren und Red Bull wird mithalten können? Sicher – in der Formel 1 hat das Sparen Einzug gehalten. Doch hat schon das vergangene Jahr gezeigt, dass Williams im Gegensatz zu Brawn und Red Bull kein Überflieger-Auto hat bauen können. Man darf also zweifeln, ob es Williams gelingen wird, ganz vorn mitzufahren.

Die Geschichte


Seit 1978 ist der Rennstall Williams in der Formel 1 engagiert. Bereits zwei Jahre nach dem Start konnte der erste WM-Titel errungen werden, sowohl bei den Fahrern wie den Konstrukteuren. 1981, 1986 und 1987 folgen weitere Titel, die zweite Blütephase waren die 90er Jahre.

Die Saison 2006 war allerdings die schlechteste, die Williams je gefahren hat. Magere elf WM Punkte standen unter dem Strich, die gesamte Saison war geprägt von der notorischen Unzuverlässigkeit des Wagen.

Die Formel 1-Saison 2007 hat für Williams eine kleine, bescheidene Wende gebracht. Das Team konnte die Abwärtstendenz stoppen und immerhin den vierten Rang unter den Konstrukteuren erringen.

Doch das ist nicht nachhaltig gewesen: In der Formel 1-Saison 2008 konnte man den Aufwärtstrend nicht halten und ein Jahr später hat es nicht gereicht, ganz nach vorn zu springen, obwohl man eines der wenigen Doppel-Diffusor-Autos an den Start bringen konnte und somit technisch gut aufgestellt gewesen ist.

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Fahrerwertung Top 10
Pos. Fahrer Pkt.
1 J. Button 95
2 S. Vettel 84
3 R. Barrichello 77
4 M. Webber 69.5
5 L. Hamilton 49
6 K. Räikkönen 48
7 N. Rosberg 34.5
8 J. Trulli 32.5
9 F. Alonso 26
10 T. Glock 24
Stand 01.11.2009

Teamwertung
Pos. Team Pkt.
1 Brawn GP 172
2 Red Bull Racing 153.5
3 McLaren 71
4 Ferrari 70
5 Toyota 59.5
6 BMW Sauber 36
6 Williams 34.5
8 Renault 26
9 Forca India 13
10 Scuderia Toro R. 8
Stand 01.11.2009
 

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