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Regeln statt Rennen
Der Große Preis (Grand Prix)
Das Rennwochenende
Qualifying: Kompliziertes Vorspiel zum Rennen
WM-Punkte: Die Meistermacher
Die Flaggen
Die Strafen
Unfälle / Todesfälle
WM-Punkte: Die Meistermacher
Es sind nicht unbedingt die Siege, die aus einem guten Fahrer einen Formel 1-Weltmeister machen. So ist es denkbar, dass ein Fahrer die meisten Siege in Grand Prix-Rennen erringt und trotzdem die Krone des Sieges verpasst. Denn ganz oben steht am Ende jener Fahrer, der die meisten WM-Punkte erreicht hat.
Gleiches gilt für die Konstrukteurswertung in der Formel 1. Auch die Teams werden letztlich dadurch beurteilt, wie viele Punkte ihre beiden Fahrer jeweils einfahren können. Diese werden schlichtweg addiert.
Im Laufe der Geschichte der Formel 1 hat es eine Reihe von Änderungen gegeben, was die Punkteregeln anbelangt. Die aktuell gültigen (und schon wieder diskutierten) sehen folgende Punkteverteilung vor:
| 1. Platz: |
10 Punkte |
| 2. Platz: |
8 Punkte |
| 3. Platz: |
6 Punkte |
| 4. Platz: |
5 Punkte |
| 5. Platz: |
4 Punkte |
| 6. Platz: |
3 Punkte |
| 7. Platz: |
2 Punkte |
| 8. Platz: |
1 Punkt |
(Stand: Saison 2007)
Je Rennen kann also ein Fahrer maximal 10 Punkte erzielen, ein Team 18 Zähler. Theoretisch wäre es bei 17 Rennen also möglich, 170 Punkte zu erzielen.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Sonderregelungen: Wird ein Rennen abgebrochen, werden die Punkte halbiert – sofern nicht bereits drei Viertel der Renndistanz bewältigt worden sind. Damit erhalten viele Fahrer in den Punkten halbe Punkte – das erklärt die zum Teil "schiefen" Zahlen in den Bestenlisten.
Apropos Bestenlisten: Der Schein trügt. So erhielten zum Beispiel vor 2003 nur sechs Fahrer überhaupt Punkte, der Zweitplatzierte nur sechs statt jetzt acht Zähler. Vor 1991 bekam der Sieger nur neun Punkte, eine ältere Regelung sah sogar nur acht Punkte für den Sieger vor. Wenn man so will, hat es eine gewisse Punkte-Inflation gegeben – der Wert von WM-Punkten war in früheren Zeiten "größer". Bestenlisten sollte man also mit einer gewissen Vorsicht zur Kenntnis nehmen.
Angesichts der vielen Wandlungen, welche diese Regelung bereits durchgemacht hat, ist damit zu rechnen, dass weitere Veränderungen folgen. So stammt von Bernie Ecclestone zum Beispiel der Vorschlag, die Punktzahl für den Sieger auf zwölf zu erhöhen – um Siege stärker zu belohnen. Auch wird überlegt, tatsächlich jenen Fahrer mit den meisten Siegen zum Weltmeister zu küren. Das käme dann zumindest in der Fahrerwertung der Marginalisierung der Punktewertung gleich.
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