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DTM in Zandvoort: Anspruchsvolle Strecke beliebt bei Audi-Piloten

09.07.2018

Kurs in den niederländischen Dünen eine der herausforderndsten der Saison. Berg-und-Tal-Bahn besonders belastend für die Reifen. Wer DTM-Piloten nach ihrer Lieblingsrennstrecke fragt, bekommt fast immer dieselbe Antwort: Zandvoort. Die Berg-und-Tal-Bahn an der niederländischen Nordseeküste ist an diesem Wochenende (14./15. Juli) Schauplatz der DTM-Rennen neun und zehn. Lokalmatador Robin Frijns kann es kaum erwarten, die 4,307 Kilometer lange Rennstrecke in den Dünen des populären Seebads mit seinem Audi RS 5 DTM in Angriff zu nehmen. Und auch seine fünf Markenkollegen schwärmen von der wohl anspruchsvollsten Rennstrecke der DTM. Die Audi-Piloten verbinden mit Zandvoort besonders viele emotionale Erlebnisse. Mike Rockenfeller feierte 2011 an der Nordsee seinen ersten DTM-Sieg. Zwei Jahre später krönte er sich dort zum DTM-Champion. Teamkollege Loïc Duval holte in der vergangenen Saison in Zandvoort sein erstes Podium in der DTM und ist mit einer Zeit von 1.29,168 Minuten aktueller DTM-Rundenrekordhalter. Nico Müller zeigte auf dem Dünenkurs schon mehrere sehenswerte Aufholjagden und verpasste ein Podiumsresultat mehrmals nur ganz knapp. Der amtierende DTM-Champion René Rast kam 2016 in Zandvoort im wahrsten Sinne des Wortes „über Nacht“ zu einem unerwarteten DTM-Debüt, als er für den im Samstagsrennen verletzten Adrien Tambay einsprang. Teamkollege Jamie Green schließlich bezeichnet seinen Triumph 2016 in Zandvoort als den wertvollsten seiner bisherigen 16 Erfolge in der DTM. „Ich wollte diesen Sieg unbedingt – und es hat zehn Jahre gedauert, bis es endlich geklappt hat“, sagt der Audi-Pilot. „Zandvoort ist eine der echten Fahrerstrecken im Kalender. Dort zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes.“ DTM-Neuling Robin Frijns kennt Zandvoort aus dem Formelsport und von seinen GT3-Einsätzen im Audi R8 LMS. „Die Strecke erlaubt keine Fehler, sonst landet man schnell im Kiesbett oder direkt in einer Bande“, sagt der Niederländer vor seinem ersten DTM-Heimspiel. „Die Streckenführung ist sehr eng, somit ist es schwierig zu überholen. Die besten Chancen hat man in der sogenannten Tarzanbocht und im Audi S.“ Ihm persönlich gefallen besonders die Hochgeschwindigkeits-Passagen wie die extrem schnelle Scheivlak-Kurve, die die Rennfahrer mit rund 240 km/h durchfahren. Nicht nur wegen der schnellen Kurven gilt Zandvoort als besonders anspruchsvoll. Der gesamte Kurs liegt mitten in den Dünen direkt an der Nordseeküste. Häufig herrscht ein böiger Wind, den die Fahrer in ihrem Rennwagen spüren. Zudem wird immer wieder Sand auf die Strecke geweht. Das Grip-Level kann also von Runde zu Runde variieren. Auch die Reifen werden in Zandvoort stärker strapaziert als auf anderen DTM-Rennstrecken. Speziell der linke Vorderreifen ist hohen Belastungen ausgesetzt. „Durch den reduzierten Abtrieb dürfte der Reifenabbau in diesem Jahr ein noch größeres Thema sein als bisher“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Ich gehe davon aus, dass wir zwei klassische Rennen mit Boxenstopps zur Rennmitte sehen werden. Ohne großes Risiko ist strategisch nicht viel möglich.“ Gass wird die DTM-Rennen zur Frühstückszeit von New York aus verfolgen, wo parallel das Finale der Elektro-Rennserie Formel E stattfindet. Start in Zandvoort ist am Samstag, 14. Juli, und am Sonntag, 15. Juli, jeweils um 13.30 Uhr Ortszeit. Die beiden Qualifyings sind im Livestream auf ran.de zu sehen, die Rennen können im deutschen Fernsehen auf SAT.1 live verfolgt werden. Basisinfos: Audi in der DTM 2018



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