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VW lässt ab 2019 Autos kommunizieren

03.07.2017
VW lässt ab 2019 Autos kommunizieren

Volkswagen kündigt an, ab 2019 eine erste Modellreihe serienmäßig mit pWLAN als weiterer Kommunikationstechnologie auszurüsten. Dabei werden Informationen sowohl zwischen Fahrzeugen (Car-to-Car), als auch zwischen Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur (Car-to-X) ausgetauscht. Somit kann beispielsweise das Wissen über den Verkehr, Unfälle und andere verkehrsrelevante Situationen schneller als bisher dem lokalen Umfeld im Bereich von 500 Metern, zur Verfügung gestellt werden. So soll die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden.

 

Mithilfe der speziell für automotive Anforderungen entwickelten und validierten Technologie (IEEE 802.11p - pWLAN-Standard), können verkehrsrelevante Informationen, Warnungen bis hin zu Sensordaten innerhalb weniger Millisekunden mit dem direkten Umfeld ausgetauscht werden. Somit kann der Erfassungsbereich des Fahrzeugs um mehrere hundert Meter erweitert und quasi der Blick um die Ecke ermöglicht werden.

 

Für den Kunden entsteht ein weiterer Vorteil durch die Nutzung des speziell für die Verkehrseffizienz vorgesehenen Frequenzbands. Die lokal ausgetauschten Daten werden nicht zentral erfasst, und es entstehen weder laufende Kommunikationskosten noch Mobilfunkabdeckungslücken.

 

Die neue Technologie kann innerhalb der Systemgrenzen erkennen, ob es potentielle Gefahren im Verkehr gibt. Etwa dann, wenn ein Auto eine Notbremsung vornimmt oder die Sensorik des Fahrzeugs eine glatte Straße erkennt. Innerhalb von wenigen Millisekunden können diese Informationen an die Umgebung weitergegeben werden, sodass andere Verkehrsteilnehmer auf diese riskanten Situationen angemessen reagieren können.

 

Da die Wirksamkeit durch eine Vielzahl von Nutzern steigt, ist Volkswagen in Projekten mit Behörden, Verkehrsministerien und Partnern der Automobil- und Verkehrsindustrie aktiv, um die Verbreitung der Technologie bis zur Serieneinführung weiter zu steigern. Gleichzeitig werden gemeinsam mit den Partnern Wege gesucht, um dem Datenschutz gerecht zu werden.

 

Sobald Polizei- oder Rettungsdienste ebenfalls mit der pWLAN-Technik ausgerüstet werden, können Autofahrer frühzeitig Informationen über Entfernung und Richtung eines herannahenden Einsatzfahrzeugs erhalten- oft lange, bevor das Fahrzeug hörbar oder sichtbar wird.

 

Zusätzlich haben die Verkehrsinfrastrukturbetreiber in Deutschland, Niederlande und Österreich angekündigt, Baustellensperranhänger mit der pWLAN-Technologie auszurüsten, um die Risiken von Auffahrunfällen im Baustellenbereich auf Autobahnen vermindern.

 

Auf dem Weg zum automatisierten und kooperativen Fahren arbeitet Volkswagen daran, in Zukunft weitere Verkehrsinfrastruktur (z.B. Ampeln) und Verkehrsteilnehmer einbinden zu können, um die Sicherheit im Straßenverkehr mithilfe der pWLAN-Technologie zu erhöhen.

 

Eine Voraussetzung für den Austausch von Informationen zwischen Fahrzeugen (Car-to-Car) und zwischen Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur (Car-to-X) ist, dass Fahrzeuge und Verkehrsinfrastruktur mit der Kommunikationstechnologie pWLAN ausgestattet sind und die gleichen Nachrichtenformate verwenden. (dpp-AutoReporter/wpr)



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