Rund um die Zulassung

Wer ein Auto zulassen will, muss erst einmal die Hürden der deutschen Bürokratie überwinden.

Dazu hier einige Tipps:

Was kann man alles zulassen und was wird dafür benötigt ?

Generell kann man fast alles zulassen, was motorisiert fährt aber einige Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein!

Ganz wichtig: Jedes Fahrzeug, was man zum Straßenverkehr zulassen will, muss verkehrssicher sein. Es muss also TÜV haben. Das gilt für den Pkw, Transporter, Bus und den Lkw genauso wie für Motorräder, Wohnmobile und was nicht jeder weiß auch für Wohnwagen Anhänger und Transport Anhänger! Und das, obwohl die Letztgenannten gar nicht selber motorisiert sind...

Auch eine gültige Au ( Abgasuntersuchung ) muss vorhanden sein.

Generell muss jeder, der ein Kfz zulassen will, einige Unterlagen mitnehmen:

Grundsätzlich IMMER

  • Personalausweis oder gültigen Reisepass
  • ( manche Zulassungsstellen verlangen zusätzlich eine Meldebescheinigung, die meist nicht älter als 12 Monate sein darf. Dies überwiegend, wenn statt des Personalausweises lediglich ein Reisepass vorgelegt wird.)
  • Wenn Sie Ihr Fahrzeug nicht selbst zulassen, muss derjenige, der es für Sie macht, ebenfalls seinen Personalausweis vorlegen.
  • Außerdem muss eine von Ihnen unterschriebene Vollmacht vorgelegt werden.
  • Versicherungsnachweis ( "Doppelkarte" )
  • Außerdem muss seit 2005 jeder, der ein Kfz zulässt, eine Einzugsermächtigung für das Finanzamt erteilen ( Kfz Steuer ! )

Rund um die Zulassung

Wer ein Auto zulassen will, muss erst einmal die Hürden der deutschen Bürokratie überwinden. Dazu hier einige Tipps.

 

Sonderzulassungen

Bei bestimmten Zulassungen benötigen sie neben den generellen Unterlagen noch zusätzliche Bescheinigungen. Beispielsweise bei Saisonkennzeichen, Importfahrzeugen, Stillegungen etc.

 

Aufgaben der Zulassungsstelle

Die Zulassungsstelle ist aber nicht nur für die Zulassungen oder Abmeldungen zuständig sondern auch für Personenbeförderungsschein, Taxigenehmigung, Umtausch des Führerscheins etc.

Die Kfz-Zulassung in Deutschland hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt.

1. Die Digitalisierung: i-Kfz (Stufe 4)

Die gute Nachricht: Du musst für die meisten Vorgänge (Anmeldung, Abmeldung, Ummeldung) nicht mehr physisch zum Amt. Seit der Einführung der i-Kfz Stufe 4 ist das Verfahren bundesweit online möglich.

  • Sofort-Losfahren: Nach der Online-Zulassung darfst du sofort am Straßenverkehr teilnehmen. Als Nachweis dient der digitale Zulassungsbescheid (Ausdruck oder auf dem Smartphone), den du 10 Tage lang als Ersatz für die Plaketten nutzen kannst.

  • Digitaler Fahrzeugschein (DFZ): Neu ist, dass du den Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) auch komplett digital in einer App auf dem Smartphone führen und bei Kontrollen vorzeigen kannst.

Voraussetzungen für die Online-Zulassung:

  • Personalausweis mit aktivierter Online-Funktion (eID) und die passende AusweisApp.

  • Fahrzeugpapiere mit Sicherheitscodes: Diese befinden sich unter einer Rubbelfläche (bei Teil I seit 2015, bei Teil II seit 2018).

  • eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung).

  • IBAN für die Kfz-Steuer.


2. Unterschiede in den Bundesländern

Die rechtlichen Grundlagen sind bundeseinheitlich (Fahrzeug-Zulassungsverordnung - FZV). Dennoch gibt es in der Praxis kleine Unterschiede:

  • Portale: Jedes Bundesland bzw. jeder Zulassungsbezirk nutzt eigene Online-Portale, die jedoch technisch an das zentrale Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angebunden sind.

  • Verfügbarkeit: Während die Online-Zulassung gesetzlich Pflicht ist, gibt es bei technischen Störungen regional Unterschiede in der Zuverlässigkeit der Server.


3. Gebühren (Stand 2026)

Die Gebühren für Online-Vorgänge sind in der Regel günstiger als der Behördengang vor Ort, um die Digitalisierung zu fördern.

Vorgang Online-Gebühr (ca.) Vor Ort (ca.)
Neuzulassung ~18 € ~31 €
Umschreibung (Halterwechsel) ~15 - 18 € ~30 - 35 €
Abmeldung ~3 € ~17 €
Wunschkennzeichen 10,20 € 10,20 €

Hinweis: Hinzu kommen immer die Kosten für die physischen Kennzeichenschilder (ca. 20–50 €), die du online oder beim Schilderpräger vor Ort kaufst.


4. Spezielle Maßnahmen & Fallstricke

Damit du am Tag der Zulassung nicht scheiterst, achte auf diese Punkte:

  • Steuerschulden: Hast du noch offene Kfz-Steuerbeträge oder Gebührenrückstände bei der Zulassungsstelle, wird die Zulassung automatisch verweigert.

  • TÜV-Bericht: Das Datum der nächsten Hauptuntersuchung (HU) muss online eingegeben werden. Die Daten werden oft automatisch abgeglichen, halte den Bericht aber bereit.

  • Kennzeichen-Reservierung: Wenn du dein altes Kennzeichen behalten oder ein Wunschkennzeichen willst, reserviere dies vorab online.

  • Physische Post: Auch wenn du sofort losfahren darfst: Die echten Plaketten und die gedruckten Papiere kommen nach ein paar Tagen per Post. Du musst sie dann selbst auf die Schilder kleben.