Autolexikon G

GA (Gepäckraumabdeckung)

Starre oder flexible (d.h. auf- und abzurollende) Abdeckung für den Gepäckraum. Dient dem Sichtschutz.

Gasdruckdämpfer

Der Gasdruckdämpfer verhindert eine Blasenbildung oder ein Aufschäumen durch einen verbauten Gasraum. Er kann bei jeder Temperatur die identische Dämpfungskraft hervorbringen.

Gasentladungslampe

Die Lampenart "Gasentladungslampe" ist weit verbreitet und meist unter dem Namen "Xenon-Licht" bekannt, da der Gaskolben mit Xenon-Gas und Metallsalzen gefüllt ist.

Gaspendelung

Unter der Gaspendelung wird ein Verfahren verstanden, welches bei der unterirdischen Tankbefüllung an Tankstellen oder Tanklastwagen verwendet wird. Dabei wird das Gas durch eine zweite Leitung wieder in den Tanklastwagen zurückgeleitet.

Geberzylinder

Der Geberzylinder gehört zum selbststeuernden Teil des Hydraulik-Systems. Dieser wird mit dem Nehmerzylinder verschaltet und steht unter einer Druckleitung. Infolgedessen kann schon eine geringe Kraft am Geberzylinder eine gewaltige Kraft am Nehmerzylinder aufbringen.

Gemischbildung

Die Gemischbildung bezeichnet einen Vorgang im Fahrzeugmotor. Aus dem Treibstoff (Benzin oder Diesel) wird ein Gemisch erzeugt und in die Brennkammer des Zylinders geleitet, sodass es durch die Glühkerze zu einer Entladung bzw. Explosion oder Verbrennung kommt.

Generator

Der im Fahrzeug verbaute Generator wird oftmals auch Lichtmaschine genannt und im Regelfall mit dem Verbrennungsmotor eingebaut. Er ist unverzichtbar, da er die gesamte Elektrik mit Strom versorgt. Er nutzt die Autobatterie zum Speichern der Energie, nachdem der Motor ausgeschaltet wurde.

Gepäckträger

Um zusätzliche Ladung transportieren zu können, eignet sich ein Gepäckträger. Dieser wird häufig auf dem Dach oder an der Anhängerkupplung montiert und kann Fahrräder oder Transportboxen tragen.

Geschwindigkeitsmesser

Der Geschwindigkeitsmesser gibt Aufschluss über die aktuelle Fahrgeschwindigkeit. Dieser wird häufig in Form eines Tachometers installiert. Die Geschwindigkeit wird in km/h gemessen. Zudem können weitere Daten wie die gesamte Kilometeranzahl aufgeschlüsselt werden.

Getriebe

Das Getriebe eines Autos wird als Hilfsaggregat zum Motor bezeichnet. Es ist für die Regulierung der Kraftübertragung zu den Rädern zuständig. Dabei wird die Motorkraft durch ein hohe Drehbewegung über mehrere Zahnräder erzeugt, sodass das Anfahren möglich wird.

Getriebebremse

Die Getriebebremse funktioniert über die direkte Welleneinwirkung, die entweder am Getriebe befestigt ist oder über die Kupplung vom Getriebe des Motors getrennt wird. Da die Bremswirkung eine direkte Einwirkung auf die Antriebswelle darstellt, ist eine Feststellbremse erforderlich.

Gleichstromlichtmaschine

Bei einer Gleichstromlichtmaschine wird ein Magnetfeld durch den erzeugten Strom im Stator gebildet.
Durch die Drehung des Rotors im Magnetfeld kann Wechselstrom erzeugt werden.

Glühkerze

Die Glühkerze ist ein fester Bestandteil des Dieselmotors und wurde zum ersten Mal im Jahre 1982 eingesetzt. Rechtsseitig befindet sich die Heizwendel, welche bis in den Zylinderraum ragen. Linksseitig sind Stromanschlüsse verbaut. Beim Start des Fahrzeugs wird die Glühkerze für eine kurze Zeit beheizt. Zusätzlich dient sie zur Kraftübertragung und Kaltstarthilfe für Dieselmotoren.

Glühzündung

Als Glühzündung wird eine nicht vorhergesehene Entzündung des im Brennraum liegenden Kraftstoffes bezeichnet. Diese wird häufig als Klopfen beschrieben. Ursächlich dafür sind die Überhitzung der Elektroden der Zündkerze oder der Anlasskanäle bzw. -ventile. Diese spontane Entzündung klingt akustisch wie ein dumpfes Klopfen im Motorraum und mindert die Leistung des Motors erheblich.

GPS

Autos mit integriertem GPS können bei Straftaten, wie z.B. Diebstahl, von der Polizei geortet werden. Fahrzeuge, die ein Navigationsgerät eingebaut haben, verfügen meist zusätzlich über ein GPS-System.

Gummimischung

Autoreifen bestehen aus verschiedenen Gummimischungen, die sich unausweichlich auf das Fahrverhalten auswirken. Bei einer weichen Gummimischung liegt das Auto besser auf der Straße, dafür nutzen die Reifen deutlich schneller ab als bei hartem Gummi.

GJ (Ganzjahresreifen)

Dabei handelt es sich um spezielle Reifen, die sowohl im Sommer als auch im Winter zum Gebrauch geeignet sind. Vor allem in Bereichen mit geringen Unterschieden bei der Witterung werden sie verwendet.

GaWa/GW (Garagenwagen)

Das angebotene Fahrzeug wurde in der Garage und nicht im Freien geparkt.

Gehweg

Unter einem Gehweg versteht man jenen Teil der Verkehrsfläche, der dem Fußverkehr zugeteilt ist. Zu Gehwegen gehören Fußgängerwege, Bürgersteige, Gehsteige, Trottoir. Letztere sind in der Regel durch einen Bordstein und/oder einen Grünstreifen von der Fahrbahn abgegrenzt.

Gehwege dürfen nicht von Fahrzeugen benutzt werden, also auch nicht von Fahrrädern. Die Ausnahme bilden Kinder: Sie müssen bis zum vollendeten 8. Lebensjahr mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren, bis zum 10. Lebensjahr dürfen sie den Gehweg mit dem Fahrrad benutzen. Auf Fußgänger ist besondere Rücksicht zu nehmen.

Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs gibt Aufschluss darüber, welche Strecke innerhalb welcher Zeit zurückgelegt wird. So lautet die sprachlich richtige Gebrauchsweise Kilometer pro Stunde (km/h; "h" steht für "hour", englisch: Stunde). Der Begriff "Stundenkilometer" ist daher streng genommen nicht korrekt.

Geschwindigkeitsanzeiger

siehe Tachometer

Geschwindigkeitsbegrenzung

Der Begriff Geschwindigkeitsbegrenzung wird synonym gebraucht zu Tempolimit.

G-Kat

Gergelter Katalysator: Dabei handelt es sich um eine Vorrichtung zur Nachbehandlung des Abgases, das bei der Verbrennung im Motor entsteht. Das Ziel ist die Verringerung von Schadstoffemissionen.

GRA (Geschwindigkeitsregelanlage)

Siehe Tempomat

Grünkeil

Am oberen Teil der Windschutzscheibe ist ein grünlicher (manchmal auch bläulicher) Streifen angebracht, der als Blendschutz des Fahrers dient.

Gurtpflicht

In Deutschland besteht die Gurtpflicht seit 1976 und dient zur Sicherung von Personen in Kraftfahrzeugen. Die Einführung der Gurtpflicht wurde nicht nur zum Schutz vor Verletzungen der einzelnen Personen erwirkt, sondern auch zur Minderung der mit Verkehrsunfällen verbundenen wirtschaftlichen Schäden für Arbeitgeber oder Versicherungen. Bis 1984 galt die Gurtpflicht nur für die Vordersitze. Durch eine Gesetzesänderung besteht seitdem auch eine Verpflichtung für die Rückbänke eines Fahrzeugs. Eine weitere Pflicht für den Fahrzeugführer ist es, die Kinder in alterskonformen Sitzmöglichkeiten zu sichern.

Gurtstraffer

Ein Gurtstraffer ist Teil des passiven Sicherheitssystems eines Fahrzeugs. Der Sinn der Gurtstraffer liegt darin, den Insassen möglichst früh an die Verzögerung des Fahrzeugs anzubinden, indem der Gurt innerhalb weniger Sekundenbruchteile um mehrere Zentimeter angezogen wird. Nicht nur im Winter, wenn dicke Jacken ein vergleichsweise enges Anliegen des Gurtes unterbinden, bekommt diese Funktion ihren Sinn.