Radarfallen
Suchen Sie in der Datenbank von "Radarfalle.de", nach allen* stationären Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen in Deutschland.
*kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Auch immer mehr Navigationsgeräte bieten Erweiterungen zur Warnung vor Radarkontrollen.
Hintergründe finden Sie hierzu auch in unserem Bereich Navigation.
Radarfallen („Blitzer“) ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrsüberwachung
1. Arten von Radarfallen
Die Zeiten, in denen Blitzer nur am Straßenrand standen und rot aufleuchteten, sind vorbei. Heute wird eine Vielzahl von Technologien eingesetzt:
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Stationäre Blitzer: Die klassischen „Starenkästen“ oder modernen Säulen (z. B. PoliScan Speed), die fest an Unfallschwerpunkten installiert sind.
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Mobile Blitzer: Laserpistolen oder Geräte in geparkten Fahrzeugen, die flexibel von der Polizei eingesetzt werden.
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Enforcement Trailer: Diese „Blitzer-Anhänger“ sind gepanzert, autark und können über mehrere Tage an einer Stelle verbleiben, ohne dass Personal vor Ort sein muss.
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Section Control: Hier wird nicht an einem Punkt gemessen, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit über einen längeren Streckenabschnitt ermittelt.
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Schwarzlicht-Blitzer: In Tunneln werden oft Infrarot-Blitzer eingesetzt, damit Fahrer durch den Blitz nicht geblendet werden und erschrecken.
2. Der Bußgeldkatalog 2026
Die Strafen sind in den letzten Jahren spürbar angezogen. Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit kann teuer werden.
Pkw (innerorts)
| Überschreitung | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
| bis 10 km/h | 30 € | - | - |
| 11 – 15 km/h | 50 € | - | - |
| 16 – 20 km/h | 70 € | - | - |
| 21 – 25 km/h | 115 € | 1 | - |
| ab 31 km/h | 260 € | 2 | 1 Monat |
Pkw (außerorts/Autobahn)
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Bis 20 km/h: Zwischen 20 € und 60 €.
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Ab 21 km/h: 100 € und 1 Punkt in Flensburg.
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Ab 41 km/h: 320 €, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.
3. Wichtige Termine: Blitzermarathon 2026
Auch in diesem Jahr koordiniert die Polizei verstärkte Kontrollwochen, um das Bewusstsein für Geschwindigkeit zu schärfen:
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Frühjahrs-Speedweek: 13. bis 19. April 2026.
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Haupttag (Blitzermarathon): Mittwoch, 15. April 2026 (hier wird 24 Stunden lang extrem intensiv kontrolliert).
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Sommer-Aktion: Eine weitere Aktionswoche ist für den 3. bis 9. August 2026 angekündigt.
4. Rechtliche Grauzonen: Blitzer-Apps
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Blitzer-Apps legal genutzt werden dürfen.
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Besitz: Die App auf dem Handy zu haben, ist erlaubt.
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Nutzung: Während der Fahrt ist die Nutzung für den Fahrer verboten. Werden Sie dabei erwischt, drohen 75 € Bußgeld und 1 Punkt.
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Beifahrer: Lange Zeit galt dies als Lücke. Inzwischen haben Gerichte jedoch klargestellt, dass auch der Beifahrer die App nicht für den Fahrer nutzen darf, wenn dieser sich dadurch aktiv warnen lässt.
5. Neue Technologien & Trends
Seit 2024 und verstärkt in 2026 rückt die Künstliche Intelligenz in den Fokus. Moderne Kamerasysteme („Monocams“) können mittlerweile automatisch erkennen, ob ein Fahrer ein Handy am Ohr hat oder nicht angeschnallt ist. Diese Systeme werden in ersten Bundesländern bereits im Regelbetrieb getestet oder eingesetzt.
Tipp für den Ernstfall: Falls Sie geblitzt wurden, lohnt sich ein Blick auf den Bescheid. Experten schätzen, dass ein beachtlicher Teil der Messungen aufgrund von Formfehlern, falscher Justierung oder schlechter Bildqualität anfechtbar ist.