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Herbstwind: Aufmerksame Ruhe bewahren

11.10.2017
Herbstwind: Aufmerksame Ruhe bewahren

Im Herbst müssen sich
Kraftfahrer auf eine ganze Reihe von Risiken einstellen. Nässe,
Nebel, rutschiges Laub und möglicherweise erste morgendliche oder
abendliche Straßenglätte fordern die erhöhte Aufmerksamkeit aller
Verkehrsteilnehmer. Hinzu kommt - gerade in dieser Jahreszeit -
eine oft unterschätzte Gefahr: Seitenwind. Plötzlich auftretend
kann er Kraftfahrer vor ein erhebliches Problem stellen.




Das Gefährliche am
Seitenwind ist, dass er sich sehr häufig unvermittelt bemerkbar
macht. Wenn er einen Fahrenden überrascht, reagiert dieser oft zu
hektisch und zu heftig am Steuer, mit der Folge, dass das Fahrzeug
ausbricht, ins Schleudern und aus der Spur gerät. Im schlechtesten
Fall kann davon auch der Gegenverkehr mit betroffen werden. Und
selbst wer auf Windböen eingestellt ist, lässt sich nur allzu
leicht von einer unerwarteten Windrichtung überrumpeln.




Diese Gefahren sind zwar
allgemein bekannt, aber nicht jeder reagiert darauf adäquat. Eine
vorausschauende und besonders aufmerksame Fahrweise entschärft die
dunklen Jahreszeiten erheblich. Das trifft auch für Seitenwind zu.
Solche Windböen treten an bestimmten Streckenabschnitten besonders
häufig auf: Dazu zählen vor allem Autobahnbrücken, aber auch
Schneisen im Wald, offene Felder, Tunnelausfahrten und leider auch
die an sich gut gemeinten Lärmschutzwände. Wer jedoch aus dem
Windschutz einer solchen Vorrichtung mit dem Auto hervorkommt, kann
von Seitenwind schnell ‚kalt erwischt‘ werden. Mit Seitenwindböen
muss auch beim Überholen von Lastwagen und Bussen gerechnet werden.
Deshalb sollten Autofahrer in solchen Situationen besonders
vorsichtig und vorsichtshalber langsamer fahren.




Doch was tun, wenn
Seitenwind trotz vorausschauender Fahrweise das Auto erfasst? Dann
heißt es vor allem Ruhe bewahren und nicht aufgeregt am Steuer
herumreißen, sagen Sicherheitsexperten. Stattdessen sollte man
behutsam und kontrolliert gegenlenken. Und die Fachleute betonen
immer wieder aufs Neue: Nur wer mit angepasster Geschwindigkeit
unterwegs ist, kann bei Windböen sein Fahrzeug unter Kontrolle
bekommen! Dabei gilt die simple Formel: Seitenwind wirkt umso
heftiger auf Fahrzeuge, je höher das Tempo, mit dem diese fahren.
Besonders anfällig für Seitenwind sind Autos mit einer großen
Seitenfläche, wie Lkw und Busse, Wohnmobile und Wohnwagengespanne.
Sie können vom Wind mitunter sogar zum Umkippen gebracht werden.
Aber auch Pkw mit Dachaufbauten, wie etwa einer Transportbox, werden
deutlich anfälliger gegen Seitenwind.




Eine andere windbedingte
Gefahr, die speziell mit Herbststürmen einhergeht, sind
aufgewirbelte, umherfliegende Gegenstände, Äste und umknickende
Bäume. Dadurch entstehende Schäden am Auto deckt in der Regel die
Teilkaskoversicherung ab. Wird das Fahrzeug jedoch bei einem Unfall
mit einem umgestürzten Baum beschädigt, weil dieser zu spät
gesehen wurde, zahlt nur eine Vollkasko. Schäden an einem Auto, das
durch Wind von der Straße gedrückt wurde, reguliert dagegen die
Teilkasko - vorausgesetzt der Wind blies nachweislich mit Stärke
acht oder mehr. Wenn ein Autofahrer allerdings bei Windböen das
Lenkrad verreißt und so einen Unfall verursacht, deckt nur eine
Vollkaskoversicherung die eigenen Schäden ab. (dpp-AutoReporter/wpr)



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