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So sollen Busse noch sicherer werden

18.09.2020
So sollen Busse noch sicherer werden

mid Groß-Gerau - Busse geraten relativ häufig in Brand. Dabei kommt es aber vergleichsweise selten zu Vorfällen mit Personenschaden. Foto: Dekra
Busse geraten häufig in Brand. Dabei kommt es vergleichsweise selten zu Vorfällen mit Personenschaden. Die Dekra-Unfallforschung hat jetzt Busbrände aus Europa und Nordamerika analysiert und macht konkrete Vorschläge, um die Situation weiter zu verbessern. Insgesamt bleibt es allerdings dabei, dass der Bus bereits jetzt ein besonders sicheres Verkehrsmittel ist.

Die Dekra-Unfallforscher sind seit Jahren an diversen Forschungsprojekten zur Sicherheit von Bussen auch im Zusammenhang mit Bränden beteiligt. Zahlreiche Fortschritte - wie etwa durch Regelungen in Sachen Notausstiege und Evakuierung oder den verpflichtenden Einbau von Brandmeldeanlagen im Motorraum - basieren auf diesen Forschungsarbeiten. Aktuell haben die Experten Brandfälle aus Deutschland, weiteren europäischen Ländern und den USA ausgewertet. Eines der offensichtlichsten Ergebnisse der Auswertung bestätigt frühere Studien: Die meisten Busbrände entstehen im Motorraum, das war jeweils bei rund 80 Prozent der Fälle so.

Die Notausstiege zur schnellen Evakuierung von Bussen bieten aus Sicht der Unfallforscher noch Optimierungspotenzial. Das gilt beispielsweise auch für das Bewusstsein der Passagiere, dass bei bestimmen Unfällen die Notluke im Dach des Fahrzeugs oder der Weg durchs Fenster der beste Notausstieg sein kann.

Da die allermeisten Busbrände mit schwer verletzten oder getöteten Insassen in Folge eines Unfalls ausbrechen, kommt der Unfallvermeidung große Bedeutung zu. "Vor allem weiter verbesserte automatische Notbremsassistenten und Spurhaltesysteme bieten hier großes Potenzial", sagt Dekra-Unfallforscher Markus Egelhaaf.

Schließlich kommt auch dem Training der Fahrer aus Sicht der Unfallforscher eine große Bedeutung zu. "Sie müssen optimal geschult sein, wie sie einen Brand erkennen oder wie sie sich richtig verhalten, wenn die Brandmeldeanlage im Motorraum auslöst. Auch das Training im Umgang mit Feuerlöschern muss regelmäßig stattfinden", so Experte Egelhaaf. Nicht zuletzt gilt es, die Fahrgäste besser auf Notsituationen vorzubereiten und so im Ernstfall wertvolle Zeit zu gewinnen.


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