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Formel E legt los: Start in eine neue Ära

24.02.2021
Formel E legt los: Start in eine neue Ära

mid Groß-Gerau - Die Formel E startet in die neue Saison. Foto: Audi
Ein paar Jahre hat es gedauert, doch in Saison 7 ist es nun endlich soweit: Die Formel E hat den WM-Status. Die Motivation der Teams ist deshalb nochmal ein wenig größer. Zwei Ausstiege sorgen aber für Fragezeichen, was die Zukunft betrifft. Der Motor-Informations-Dienst (mid) beantwortet zum Saisonstart am Freitag und Samstag in Riad (Saudi-Arabien) die wichtigsten Fragen.

Was steht an? Die Formel E startet in ihre siebte Saison, wofür sie erstmals das Prädikat Weltmeisterschaft erhalten hat. Die ersten beiden Rennen finden am Freitag und Samstag (18 Uhr MEZ) in Ad Diriyah vor den Toren der saudi-arabischen Hauptstadt Riad statt. Welche Marken machen mit? Insgesamt zwölf Teams sind 2021 am Start, darunter auch die deutschen Hersteller Audi, BMW, Mercedes und Porsche. Für Audi und BMW wird es allerdings die letzte Saison sein, beide steigen an deren Ende aus. Für die neue, sogenannte Gen3-Generation ab 2022/23 können sich die Hersteller noch bis 31. März einschreiben. Ein Bekenntnis zur Zukunft gibt es bislang erst von Mahindra und DS Automobiles, von Mercedes und Porsche also noch nicht."Uns macht das Format wirklich Spaß, damit sprechen wir eine völlig andere Zielgruppe als mit der Formel 1 an. Aber am Ende muss es auch kommerziell Sinn machen. Da diskutieren wir gerade, wie das mit der nächsten Generation Fahrzeuge sein wird, welche Rolle Mercedes in der Zukunftsvision der Formel E spielen kann. Da ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Was sagen die Formel-E-Verantwortlichen? Sie sind optimistisch. Bislang hatte die Serie vor allem damit zu kämpfen, dass die Hersteller ihr die Bude eingerannt haben. Inmitten der Corona-Pandemie kriselt es nun auch in der Formel E."Wir müssen sicherstellen, dass die Meisterschaft konkurrenzfähig ist und attraktiv für die Hersteller, Teams und Fahrer bleibt. Wir haben die technische Relevanz für die Serie, wir haben den Weltmeisterschafts-Status und natürlich den Aspekt rund um den Klimawandel und was wir da als Marketingplattform machen. Wenn wir diese Elemente kombinieren, haben wir ein aufregendes und unvorhersehbares Produkt und wir sind zuversichtlich, dass viele Hersteller deshalb bei uns bleiben wollen", sagte Serienchef Jamie Reigle.

Wo wird in der neuen Saison gefahren? Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Formel E erst bis zum Sommer geplant. "Es ist schwer vorherzusagen, in welche Richtung die Welt sich entwickelt. Die ersten Zulassungen von Impfstoffen machen uns Mut. Dennoch dauert die Corona-Pandemie an, und wir müssen respektieren, dass der Gesundheitsschutz vorgeht", sagte Reigle.

Bislang fix: Nach dem Start in Saudi-Arabien geht es nach Rom (Italien, 10. April), Valencia (Spanien, 24. April), Monaco (8. Mai), Marrakesch (Marokko, 22. Mai) und Santiago de Chile (Chile, 5./6. Juni). Wie sieht die Begeisterung bei den Fans aus? Die hält sich weiterhin in Grenzen. In den vergangenen Jahren erreichte Eurosport um die 100.000 Zuschauer bei den Übertragungen, vereinzelte Ausflüge in ARD und ZDF waren ebenfalls wenig erfolgreich. Keine Frage: Traditionelle Motorsport-Fans stehen der Serie weiterhin skeptisch gegenüber, ein neues Publikum, eine neue Zielgruppe zu finden und langfristig zu binden, ist immer noch die große Aufgabe.

Wo werden die Rennen gezeigt? 2021 übernimmt ProSiebenSat.1 mit dem "ran"-Team die Berichterstattung. Die Läufe werden in Sat.1 oder auf ProSieben MAXX sowie im Livestream auf ran.de gezeigt. In der DTM erreichte ran in den vergangenen drei Jahren rund 600.000 Zuschauer. "Für uns ist die Formel E eine spannende Investition in die Zukunft, weil sie grüne Technologie mit echtem Rennsport verbindet", sagte ran-Sportchef Alexander Rösner bei "dwdl": "Dass die Quoten anfangs nicht so hoch sein werden wie bei der Formel 1, versteht sich von selbst. Es gilt, in den ersten Rennen den Grundstein zu legen, um die Formel E aus der Nische zu holen und bestmöglich auf der großen Bühne einem breiteren Publikum zu präsentieren."Welche bekannten Stars sind am Start? Man muss es so sagen: Die ganz großen Stars fehlen, wobei man einige Namen neben den deutschen Fahrern schon mal gehört haben dürfte. Titelverteidiger ist Antonio Felix da Costa (Techeetah), Urgestein ist der Brasilianer Lucas di Grassi (Audi), in der Formel 1 fuhren zum Beispiel bereits di Grassi, Jean-Eric Vergne (Techeetah) oder Stoffel Vandoorne (Mercedes). Was geht aus deutscher Sicht? Aus deutscher Sicht ist durchaus etwas möglich. So bilden Pascal Werhrlein und Andre Lotterer ein Duo bei Porsche. Der amtierende DTM-Champion Rene Rast fährt für Audi, Maximilian Günther für BMW. Das Zeug, ganz vorne mitzufahren, haben alle vier. Am Ende kommt es auf Konstanz und auch auf das Auto an. "Ich denke, wir werden das meiste von Pascal Wehrlein sehen. Ich glaube, dass Porsche ihm ein ordentliches Auto hinstellt. Der wird angasen", sagte Sat.1-Experte Daniel Abt.

Andreas Reiners / mid


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