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Hohes Unfallrisiko durch Reifen mit wenig Profil

28.09.2022
Hohes Unfallrisiko durch Reifen mit wenig Profil

mid Groß-Gerau - Die nasse Gefahr: Dekra-Mitarbeiter haben bei den beiden verschiedenen Reifendimensionen eine Verlängerung des Bremswegs zwischen 16 und 18 Prozent gemessen. Foto: Dekra
Bei Nässe ist der Bremsweg bei Reifen mit zu geringer Profiltiefe gefährlich lang. Der Profilzustand kann daher beim Autofahren über die Frage entscheiden, ob es in einer kritischen Situation zum Unfall kommt oder nicht. Testfahrten des Sicherheitsexperten Dekra stellen einmal mehr unter Beweis, wie sich mit abnehmender Profiltiefe der Bremsweg vor allem auf nasser Fahrbahn verlängert."Unsere Versuche bestätigen wieder, dass die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm die absolute Untergrenze ist", sagt Christian Koch, Reifenexperte bei Dekra. "Im Interesse der eigenen Sicherheit sollte man seine Reifen schon austauschen, bevor sie so weit abgefahren sind." Die Versuche auf verschiedenen Teststrecken am Lausitzring zielten auf konkrete Erkenntnisse darüber, welchen Einfluss die Profiltiefe für sich allein auf das unfallrelevante Fahrverhalten eines Pkw haben kann. "Dazu haben wir neue Reifensätze namhafter Hersteller in zwei verschiedenen Größen bei einem Runderneuerer maschinell abrauen, also die Profiltiefe reduzieren lassen", erklärt Koch. Es folgten mehrere Fahrversuche jeweils mit Profiltiefen von 7 - 8 mm (Neuzustand), 4 - 5 mm und 2 - 3 mm. In der ersten Versuchsreihe wurde ein Pkw mit den unterschiedlichen Reifensätzen jeweils aus 100 km/h voll abgebremst, und zwar sowohl auf nasser als auch auf trockener Fahrbahn (ABS-Bremsung nach DIN 70028). Dabei verlängerte sich der Bremsweg mit der niedrigsten Profiltiefe im Vergleich zum Neuzustand vor allem bei Nässe deutlich. "Wir haben bei den beiden verschiedenen Reifendimensionen eine Verlängerung des Bremswegs zwischen 16 und 18 Prozent gemessen", erklärt Koch.

Was ein solcher Unterschied im Ernstfall bedeutet, erläutert Peter Rücker, Leiter der Dekra-Unfallforschung: "An der Stelle, an der man mit neuwertigen Reifen zum Stehen kommt, hat das Fahrzeug mit den auf 2 - 3 mm Profiltiefe reduzierten Reifen noch eine Restgeschwindigkeit von rund 30 km/h", sagt der Unfall-Analyst. "Prallt man etwa mit dieser Geschwindigkeit gegen das Heck eines Lkw, sind schwere Verletzungen möglich." Kollidiere man so etwa mit einem Radfahrer, seien für diesen schwerste, schlimmstenfalls tödliche Verletzungen wahrscheinlich.


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