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Nachholbedarf bei Mitfahrzentralen

20.01.2022
Nachholbedarf bei Mitfahrzentralen

mid Groß-Gerau - "Für Mitfahrende fehlt es an wichtigen Informationen, sowohl zum Fahrenden als auch zur Gestaltung der Fahrt", heißt es in der Studie. Foto: Ford
Wie einfach lassen sich typische Angebots- und Buchungsvorgänge mit den Webseiten und Apps von acht Mitfahrzentralen erledigen? Dieser Frage ist jetzt das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT gemeinsam mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nachgegangen. Vorab-Fazit: Es ist noch einiges zu tun.

Untersucht wurden die Angebote der Mitfahrzentralen BesserMitfahren, BlaBlaCar, goFlux, Greendrive, MiFaZ, Mitfahrportal, ride2go und TwoGo. Dabei zeigte sich, dass durchschnittlich nur 20 Prozent der Nutzungsanforderungen effizient und ohne großen Aufwand erfüllt werden.

Das heißt im Umkehrschluss: Zu 80 Prozent werden die untersuchten Nutzungsanforderungen nur ineffizient oder gar nicht befriedigt. Mit schwachen 51 von insgesamt 130 möglichen Punkten schneidet der Marktführer BlaBlaCar in der Studie am besten ab, gefolgt von BesserMitfahren und ride2go.

In allen Prüffeldern gibt es laut der Autoren "großen Optimierungsbedarf ". Das betrifft speziell die sozialen Aspekte wie Musikpräferenz, Informationen über Raucher- oder Nicht-Raucher-Fahrten sowie die Übersicht zur Ausstattung des jeweiligen Fahrzeugs, beispielsweise die Kofferraumgröße."Für Mitfahrende fehlt es an wichtigen Informationen, sowohl zum Fahrenden als auch zur Gestaltung der Fahrt, zum Beispiel der Route", heißt es beim FIT. Die Mitfahrgelegenheit sei dadurch wenig transparent und liefere kaum Anhaltspunkte, um die Sicherheit und Nachverfolgbarkeit der Fahrt für den Mitfahrenden zu gewährleisten.

Außerdem müssen die Nutzer beim Buchen und Anbieten von Mitfahrgelegenheiten häufig zwangsläufig privat mit Interessenten kommunizieren, weil Details zur Reise nicht bei der Mitfahrzentrale angegeben wurden oder sie das Portal selbst nicht abfragt. Relativ gut funktioniert dagegen bei allen untersuchten Kandidaten die Planung einer Fahrt auf Anbieterseite sowie das Suchen und Finden von Fahrten auf Mitfahrerseite. Lediglich fehlende Filtermöglichkeiten oder nicht vorhandene Preisangaben würden das Nutzererlebnis stören, so die Autoren.


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