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Vettels Pleitenserie: Humor ist, wenn man trotzdem lacht

19.04.2021
Vettels Pleitenserie: Humor ist, wenn man trotzdem lacht

mid Groß-Gerau - Für Sebastian Vettel läuft in Imola kaum etwas zusammen. Foto: Aston Martin
Seinen Humor hat Sebastian Vettel nicht verloren. Auch wenn dem Deutschen bei seinem neuen Arbeitgeber Aston Martin nicht zum Lachen zumute ist. Doch dem 33-Jährigen bleibt nichts anderes übrig, als gute Miene zu machen. Deshalb nahm er nach dem zweiten Saisonrennen auch die Rennleitung aufs Korn."Ich weiß jetzt auch nicht, wieso es so lange gedauert hat, bis wir diese Strafe erhielten und was da in der Rennleitung los war", sagte Vettel und schob gleich einen Seitenhieb hinterher: "Vielleicht war der Kaffeefilter der Kaffeemaschine voll und es hat etwas länger gedauert."Der Hintergrund: Noch vor dem Start des Rennens versagten bei Vettel und auch bei seinem Teamkollegen Lance Stroll die Bremsen. "Da ist uns ein grober Fehler passiert. Wir haben da irgendetwas falsch eingestellt, die Bremsen hinten wurden zu heiß und haben Feuer gefangen und die Verkleidung hinten wurde beschädigt", sagte Vettel, der von Startplatz 13 aus ins Rennen gegangen wäre.

Das Problem wurde zwar behoben, er musste dann aber aus der Boxengasse starten, außerdem hatten seine Mechaniker die Reifen zu spät aufgezogen. Dafür gab es im Rennen eine Stop-and-Go-Strafe von zehn Sekunden. Diese Strafe wurde offiziell aber erst nach Vettels Boxenstopp ausgesprochen. Der hatte für dieses Timing keinerlei Verständnis.

Das Ergebnis: Vettel musste erneut an die Box, um die Strafe abzusitzen. Das machte seiner Strategie einen Strich durch die Rechnung. Dabei hatte er sich vor dem Rennen angesichts der widrigen Bedingungen mit Regen und einer nassen Strecke Hoffnungen gemacht.

Die Strafe hat nicht geholfen, war aber auch nur das i-Tüpfelchen auf das zweite Rennwochenende beim neuen Team, das sportlich eines zum Vergessen war. "Wenn du dir vor dem Rennen überlegen würdest, was alles schiefgehen kann, könntest du dir unser Rennen heute so nicht ausdenken", sagte Vettel. Beendet wurde alles schließlich durch ein Getriebeproblem - Vettel schied aus. Und steht bei null Punkten. So schlecht war es selbst 2020 mit Ferrari nicht.

Denn es ist nicht nur das Pech, sondern auch das Auto, das im Moment schlicht nicht konkurrenzfähig ist. Das ganze Paket - Auto, Fahrer und Team - passt noch nicht. "Das Gefühl ist ein bisschen besser, aber im Moment sind es noch sehr wenige Runden, die ohne Probleme für uns laufen. Uns passieren da noch zu viele kleine Fehler, auch mir. Da muss ein bisschen mehr Fluss rein", sagte Vettel.

Doch selbst das könnte zu wenig sein, das Mittelfeld ist in der Formel 1 sehr eng. Vettel weiß: "Ich glaube, wir brauchen einen größeren Schritt, um wirklich einen Unterschied zu machen." Er kündigt an, dass Aston Martin in den nächsten Rennen noch ein bisschen was bringen wird, um noch einen Schritt nach vorne zu machen."Im Moment sind wir eher im hinteren Teil des Mittelfeldes. Aber das kann sich schnell ändern, wenn kleine Schritte nach vorne kommen, etwas Ruhe einkehrt mal ein ordentliches Rennen für uns herausspringt", so Vettel. Falls nicht, bleibt ihm immer noch sein Humor. Andreas Reiners / mid


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