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Parkassistent im Mercedes CL

29.08.2006
Parkassistent im Mercedes CL

Die Einführung von Einparksystemen in Pkw nimmt rapide Fahrt auf. Nach dem Toyota Prius kommt nun der neue Mercedes-Benz CL mit einer neuartigen Parkhilfe auf den Markt. Wesentlicher Unterschied der beiden Systeme: Der Prius lenkt selbstständig in die Lücke, der Fahrer muss nur einen ausreichend großen Platz finden. Im ab Herbst erhältlichen CL übernimmt das die Technik. Dafür aber muss der Fahrer dort selber lenken.

Seitlich ausgerichtete Radarsensoren in Front- und Heckstoßfänger des Luxuscoupés tasten die geparkten Fahrzeuge an beiden Fahrbahnseiten ab und erkennen bei einer Vorbeifahrt von bis zu 40 km/h, ob die Lücke zwischen zwei Autos groß genug ist. Mit einem blauen "P"-Symbol im Kombiinstrument über dem Lenkrad zeigt das System an, wenn es eine passende Parklücke gefunden hat.

Beim Einlegen des Rückwärtsgangs wird dem Fahrer dann mit roten und gelben Linien auf dem Display demonstriert, wie er das Lenkrad einschlagen muss, um mit einem Zug in die Lücke zu kommen. Ein akustisches Signal informiert den Fahrer außerdem, wenn die Position zum Gegenlenken erreicht ist.

Lenken, Gas geben und bremsen muss der Fahrer des CL also in Zukunft immer noch. Zumindest das Lenken wird ihm im Prius, dem Hybridfahrzeug von Toyota, schon abgenommen. Das seit dem Frühjahr erhältliche System berechnet auf Basis der von einer Heckkamera gewonnenen Daten den notwendigen Lenkwinkel und steuert über Stellmotoren die elektrische Servolenkung an. Der Fahrer muss dann nur noch Gas- und Bremspedal bedienen.

Vom vollautomatischen Einparken sind sowohl das Toyota-System als auch die Mercedes-Technik noch einen Schritt entfernt. Eine Kombination beider Technologien bereitet Volkswagen derzeit vor. Der Einparkassistent, der voraussichtlich im überarbeiteten Kompaktvan Touran eingesetzt wird, kann sowohl im Vorbeifahren ausreichend große Parklücken erfassen als auch das Fahrzeug selbsttätig hineinsteuern. Innerhalb von 15 Sekunden, behauptet der Hersteller, ist der ganze Vorgang erledigt. Nur die Bedienung von Gas und Bremse - und damit die Verantwortung auch im versicherungsrechtlichen Sinne - bleiben dem Fahrer überlassen. mid/mh


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